Unihockey
Die Vorherrschaft im Emmental spielt eine untergeordnete Rolle

Auf Wiler-Ersigen warten mit dem NLA-Spitzenkampf heute gegen Langnau und dem Cup-Halbfinal am Sonntag gegen Malans zwei weitere Bewährungsproben. Dazwischen liegt noch das Heimspiel gegen Chur.

Daniel Weissenbrunner
Merken
Drucken
Teilen
Zurück in der Schweiz: Wiler-Stürmer Philipp Fankhauser (re.). Archiv

Zurück in der Schweiz: Wiler-Stürmer Philipp Fankhauser (re.). Archiv

Marcel Bieri

Aus der Garderobe drang Applaus in den Spielergang. Draussen warteten junge Autogrammjäger auf die Spieler, drinnen hielt Johan Schönbeck vor der Mannschaft nach dem spektakulären 12:7-Sieg gegen GC eine kurze Rede. Der Wiler-Trainer wurde am Sonntagabend nach verrichteter Arbeit nicht überschwänglich, aber aus seinen Worten schwang Zufriedenheit. Er war von der Leistung angetan, abgesehen von den Aussetzern im ersten Drittel.

«Ich denke, den Spielern ist bewusst geworden, dass sie den Kopf während der ganzen Partie bei der Sache haben müssen», mahnte der Schwede. Die anschliessende Reaktion nach den drei Gegentreffern vom 4:2 zum 4:5 fiel dann beeindruckend aus.

Fehler verboten

Ähnliche Fehler wie gegen GC darf sich die Mannschaft am Donnerstag im Spitzenkampf gegen Langnau kaum erlauben, will sie den Tigern die Leaderstellung streitig machen. Die Truppe von Trainer Markus Schneider besticht durch ihre Kompaktheit und strotzt vor Selbstvertrauen. Die Langnauer sind seit nunmehr 17 Spielen ungeschlagen.

Die Vorherrschaft im Emmental spielt in den Überlegungen von Johan Schönbeck in diesen Tagen allerdings eine untergeordnete Rolle. Natürlich würde der ehemalige Tigers-Coach das Prestige-Duell gegen seinen früheren Klub gerne für sich entscheiden. Schönbeck muss in der Woche mit vier Spielen aber vor allem die richtige Dosierung finden. Mit dem Heimspiel am Samstag gegen Chur und dem Cup-Halbfinal gegen Malans am Sonntag stehen seine Spieler unter Dauerbelastung. «Wir müssen die richtige Mischung finden», sagt er. Was soviel heissen dürfte, dass er gegen Chur dem einen oder anderen Akteur eine Pause gönnen wird.

Fankhauser ist zurück

Nicht spielen, aber vermutlich anwesend sein wird Philipp Fankhauser. Der Nationalmannschaftsstürmer hat sein viermonatiges Landwirtschaftspraktikum beendet und ist am Dienstag aus Australien zurückgekehrt. Er wird im Hinblick auf den Playoffstart Anfang Februar schrittweise ins Team integriert – und den internen Konkurrenzkampf verschärfen.