Vor Wochenfrist fühlten sich die Schönenwerder NLA-Volleyballer als kleine Davids und versuchten erfolglos, dem unangefochtenen Spitzenreiter aus Lugano einen Punkt streitig zu machen. Nun schlüpften sie selbst in die Rolle des Goliaths und überliessen dem bisher noch sieglosen Schlusslicht Einsiedeln die Aussenseiterstellung. Dieser Rollenwechsel bereitete dem TVS keine Mühe.

Guter Start

Mit zwei Servicewinnern von Passeur Giger startete der TVS optimal in die Partie. Einsiedeln seinerseits produzierte mit den ersten Angriffen jeweils nur Fehler, sodass Coach Husi bei 1:6 bereits zum ersten Timeout gezwungen war. Die Angriffsschwäche konnte aber nicht abgelegt werden, die Sideout-Möglichkeiten blieben im Minutentakt im Schönenwerder Block, angeführt von Hänggi, hängen oder landeten im Seitenaus.

Mit frühen Spielerwechseln konnte das Heimteam die Ungenauigkeiten im Spielaufbau zwar nicht sofort abstellen, begann aber erste Lebenszeichen von sich zu geben. Ein Block gegen Topskorer Schnider, eine Passeurfinte und erfolgreiche Angriffe reduzierten den Rückstand auf zwischenzeitlich sechs Punkte.

Schönenwerd sündigte im Service und wirkte nicht mehr so unwiderstehlich, aber Giger stellte mit einer erfolgreichen Finte die Weichen in Richtung Satzgewinn, den Schnider mit dem erfolgreichen Satzball zum 25:18 besiegelte.

Routine setzt sich durch

Der Start in den zweiten Durchgang gelang den Einsiedlern deutlich besser. Ein Block von Aschwanden gegen Schönenwerds Eichenberger führte zur 3:1-Führung der Schwyzer. Schönenwerd konterte und glich zum zwischenzeitlichen 5:5 aus. Die Solothurner bauten die Führung kontinuierlich auf sechs Punkte aus und hielten das Risiko im Service bewusst hoch, was sich in einer hohen Fehlerquote äusserte.

Dies hatte zur Folge, dass das Tabellenschlusslicht zu einfachen Punktgewinnen kam und wieder den Tritt fand. Der Rückstand stellte allerdings eine zu grosse Hypothek dar, um Schönenwerd ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Neu mit Jachowicz und Brander (für Giger und Peterlin) behielt der TVS auch zu Beginn des dritten Satzes die Oberhand. Es brauchte jedoch mehrere Anläufe, um die drei Punkte ins Trockene zu bringen. Nach einem Annahmefehler von Brander schafften die Klosterdörfler den Ausgleich, bei 17:16 übernahmen sie sogar erstmals die Führung. Schlussendlich setzte sich aber die individuelle Klasse sowie Routine rund um Schnider und Eichenberger durch.