2. Liga
Die vier Solothurner Klubs der 2. Liga inter rüsten sich für den in zwei Monaten startenden Abstiegskampf

Der FC Wangen bei Olten ist in der 2. Liga inter nach der Vorrunde auf dem neunten Platz klassiert. Damit führt der Absteiger aus der 1. Liga die interne Rangliste der Solothurner Klubs an.

Raphael Wermelinger
Drucken
Teilen
Wayne Corti (rechts) verlässt den FC Dulliken wohl in Richtung FC Wangen bei Olten.

Wayne Corti (rechts) verlässt den FC Dulliken wohl in Richtung FC Wangen bei Olten.

Zur Verfügung gestellt

Und die Wangner scheinen auch die Nase vorne zu haben, was die Kaderplanung für die Rückrunde betrifft. Bereits fünf Zuzüge kann Sportchef und Trainer Juan Castro vermelden: Wayne Corti (FC Dulliken), Sandro Iandiorio (FC Olten), Dario Harambasic (FC Solothurn), Albatrit Morinaj sowie Raphael Moser (beide FC Langenthal) werden in der Rückrunde auf der Chrüzmatt auflaufen.

«Wir hatten in der ersten Saisonhälfte ein zu knappes Kader. Ich wollte vor allem in die Breite schaffen», kommentiert Juan Castro die Mutationen. Der 38-Jährige verweist darauf, dass im ersten Rückrundenspiel drei Spieler gesperrt sein werden. «Dank des grösseren Kaders werden wir darauf, und auch auf allfällige Verletzungen, reagieren können. Und der Konkurrenzkampf wird natürlich ebenfalls angekurbelt», so Castro, der sich noch weiter umsehen will auf dem Transfermarkt: «Ich bin noch an ein, zwei interessanten Spielern dran.»

Sandro Iandiorio wechselt vom FC Olten nach Wangen.

Sandro Iandiorio wechselt vom FC Olten nach Wangen.

Zur Verfügung gestellt

Abgänge wird es hingegen kaum geben beim FC Wangen. Fix ist bislang nur, dass sich Mittelfeldspieler Felipe Giacomini auf sein Traineramt bei der zweiten Mannschaft konzentriert und nur noch im Notfall für das Fanionteam aufläuft. Offen ist die Zukunft von Goalgetter Douglas. Der 26-jährige Brasilianer prüft Angebote aus höheren Ligen und wird sich Ende Monat entscheiden, wie Castro erklärt. Er wird mit seinem Team am nächsten Montag die Rückrundenvorbereitung aufnehmen. «Zuerst müssen wir im Kraftraum den Winterspeck wegbringen, Ende Monat gehts dann raus auf den Platz.» Den letzten Schliff holen sich die Wangner Ende Februar im Trainingslager auf Gran Canaria.

Kaum Aktivitäten beim FC Olten

Als Tabellenelfter überwinterte der FC Olten direkt über dem Strich. Eine Klassierung, welche für den Klubpräsidenten Claudio Richard zwar nicht zufriedenstellend ist, die er aber mit dem Verletzungspech begründen kann. Phasenweise sei das gesamte Mittelfeld ausgefallen. «Ich trauere der Vorrunde aber sicher nicht nach und habe auch keine Angst vor der Rückrunde», stellt Richard klar. «Wir haben ein gutes Kader und müssen uns nicht verstecken vor den Gegnern.»

Tunahan Canik (links) wirds wohl von Olten nach Dulliken ziehen.

Tunahan Canik (links) wirds wohl von Olten nach Dulliken ziehen.

Zur Verfügung gestellt

Mit Kay Trost vom Drittliga-Spitzenreiter Sanfelese Aarburg verpflichtete Olten einen neuen Goalie. Die bisherige Nummer zwei, Benedict Büttiker, wird in der Rückrunde für die zweite Mannschaft auflaufen. «Wir werden keine weiteren Transfers tätigen», sagt Richard. Obschon die Oltner nebst den Abgängen von Sandro Iandiorio und Josip Jukic wohl auch den Verlust von Stürmer Tunahan Canik verkraften müssen. Der 24-Jährige wird mit Dulliken in Verbindung gebracht. Den Wechsel wollten gestern beide Klubs nicht bestätigen. Beim FCO gibt es für Canik aber offenbar keine Zukunft mehr. In Topform ist er für die Oltner eigentlich unverzichtbar. Doch nachdem er in der letzten Saison 14 Tore erzielt hatte, gelangen ihm in der Vorrunde nur noch zwei. Da schmerzt der Abgang doch etwas weniger.

Dulliken bangt um Captain Wernli

Dullikens Präsident Ueli Schenk geht es offenbar ein bisschen zu schnell mit den Wechseln. Weder den Abgang von Wayne Corti Richtung Wangen, noch die Verpflichtung von Tunahan Canik wollte er kommentieren. «Dafür ist es noch viel zu früh. Das Transferfenster öffnet offiziell erst am Montag. Fix ist also noch gar nichts», dies Schenks Begründung. Dass etwas gehen muss, ist ihm aber bewusst. Das Kader des FC Dulliken ist aktuell viel zu schmal, es braucht mindestens eine Handvoll neuer Spieler.

Captain Nils Wernli (rechts im Bild) schoss mehr als die Hälfte aller Dulliker Tore in der Vorrunde. Markus Müller

Captain Nils Wernli (rechts im Bild) schoss mehr als die Hälfte aller Dulliker Tore in der Vorrunde. Markus Müller

Markus Müller

Die Niederämter haben in den letzten Jahren in der 2. Liga inter aber mehrfach bewiesen, dass sie sich bravourös aus teilweise ausweglosen Situationen befreien können. Ueli Schenk, Vizepräsident Roland Gruner und Trainer Herbert Fischer bleibt Zeit bis zum 10. März und dem ersten Rückrundenspiel, um eine schlagkräftige Truppe zusammenzubasteln. Dulliken muss in der Rückrunde mindestens einen Platz gutmachen, um dem Abstieg zu entkommen.

Dieses Vorhaben könnte dadurch erschwert werden, dass Nils Wernli dem Team in der Rückrunde möglicherweise fehlen wird. Der Captain, der in der Vorrunde 8 der insgesamt 14 Dulliker Tore erzielt hat, möchte sich auf seine Weiterbildung konzentrieren. Schenk hofft, dass Wernli dem FCD in der zweiten Saisonhälfte trotzdem zur Verfügung steht. Ende Januar starten die Niederämter offiziell in die Rückrundenvorbereitung und Mitte Februar gehts ins Trainingslager nach Recife, Brasilien.

Unterstützung vom FC Solothurn

Wenn sich Wangen bei Olten, Dulliken und Olten gegenseitig die Spieler abluchsen, könnte der FC Biberist zum lachenden Vierten werden. Dies hofft zumindest Trainer Vincenzo Salerno. Die Wasserämter werden vom zweitletzten Rang aus mit einem Rückstand von drei Punkten auf einen Nicht-Abstiegsplatz in die zweite Saisonhälfte steigen. Der letztjährige Solothurner Meister stand bereits vorgestern zum ersten Mal wieder auf dem Rasen. Der FC Biberist kann heuer den Kunstrasen in Biel benutzen, was Salerno als grossen Vorteil sieht.

Auch die guten Beziehungen zum FC Solothurn zahlen sich aus. So wird FCS-Angreifer Dario Kopp in der Rückrunde beim FC Biberist Spielpraxis sammeln. «Er trainiert zweimal pro Woche mit Solothurn und zweimal bei uns», erklärt Salerno. Kopp sei zwar noch jung, trotzdem erhofft er sich einiges vom «Knipser». «Wir wollen ihn aber nicht unter Druck setzen.»

Damit sind Salernos Aktivitäten auf dem Transfermarkt beendet: «Dario Kopp ist unser einziger Zuzug. Wir werden das Kader nicht mehr verändern. Ich hatte eigentlich noch einen Mittelfeldspieler gesucht, allerdings nicht die richtige Lösung gefunden. Für diese Position werden wir aber intern eine Alternative finden.» Der FC Biberist wird sich vom 10. bis 18. Februar im Trainingslager auf Malta für den Abstiegskampf rüsten.

Aktuelle Nachrichten