Futsal

Die vereinten Futsal-Freunde: Wie die Friends United ganz vorne mitmischen wollen

Dass dereinst ein Spieler der Friends United für die Schweizer Nati aufläuft, ist eines der mittelfristigen Ziele des Präsidenten.

Dass dereinst ein Spieler der Friends United für die Schweizer Nati aufläuft, ist eines der mittelfristigen Ziele des Präsidenten.

Der im Niederamt beheimatete Futsal-Club Friends United will sich in den nächsten drei Jahren an die Spitze der Schweiz spielen. Der noch junge Verein hat grosse Ziele - und noch grössere Talente in seinen eigenen Reihen.

Am Ende der laufenden Saison in die Premier League aufsteigen, 2023 den ersten Schweizer Meistertitel feiern und ein Jahr später die Qualifikation für die Champions League bestreiten, am liebsten gegen den FC Barcelona. So zeichnet Präsident Nol Toplanaj den Weg seines Clubs Friends United. Es seien ambitionierte, aber durchaus realistische Ziele. Im Moment liegt der Club in der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz auf dem dritten Platz.

Gegründet wurde der Verein bereits vor gut neun Jahren, am 3. August 2010 in Oftringen. Die Initiatoren waren Bernard Duzhmani und Pjeter Cubi, der bis heute Trainer der ersten Mannschaft ist.

Toplanaj kennt die beiden gut und verfolgte daher die Anfänge der Friends United interessiert mit. «Der Club wurde von ein paar Freunden, den Kern bildeten etwa sechs, sieben Nasen, gegründet, die im Winter zusammen in der Halle kicken wollten», erklärt Toplanaj die Entstehung des Namens.

Fünf gegen fünf, zwei Mal zwanzig Minuten

Der 40-jährige stiess 2015 offiziell zum Verein. Während seiner Aktivzeit spielte er jahrelang für den FC Niedergösgen, später FC Schönenwerd-Niedergösgen und hatte auch im Vorstand diverse Funktionen inne. Mittlerweile ist er nicht nur Präsident der Friends United, sonder auch der Finanzchef sowie Spielbetriebsleiter und er ist zudem für das Marketing und Sponsoring zuständig. Und Assistenztrainer ist er ebenfalls.

«Das Spiel ist viel schneller, man hat mehr Ballberührungen und es braucht eine gute Technik», beschreibt er die Faszination. «Futsal ist eine Art Fussballschule.» Er verweist darauf, dass sich etliche brasilianische Fussballstars ihr Rüstzeug in der Halle holten.

«Für die Zuschauer ist die Sportart sehr spektakulär und unberechenbar», fügt er hinzu. Es komme schon mal vor, dass ein Team in den letzten drei Minuten einen Drei-Tore-Rückstand in einen Sieg verwandelt.

Von der 1. Liga bis zur 4. Liga ist alles vertreten

Der Unterschied zum Fussball auf dem Rasen ist natürlich die Grösse des Feldes und der Equipen. Gespielt wird mit vier Feldspielern plus Goalie. Die reguläre Spielzeit beträgt zwei Mal zwanzig Minuten. Wenn der Ball aus dem Spiel ist, oder es einen Unterbruch gibt, wird die Zeit gestoppt.

Auch bei den Einwürfen und Freistössen zählt der Schiedsrichter jeweils laut bis vier, um Verzögerungen zu vermeiden. Speziell sind auch die Regeln bezüglich Fouls. Jedes Team darf sich pro Halbzeit fünf Fouls leisten. Jedes Weitere wird mit einem Freistoss aus zehn Metern Torentfernung, ähnlich einem Penalty, bestraft.

Die Friends United haben ihre Anschrift mittlerweile in Niedergösgen. Trainiert wird vorwiegend in der Betoncoupe Arena in Schönenwerd. Das Fanionteam ist bunt durchmischt. Das Kader besteht aus Spielern, die draussen in der 1. Liga auflaufen wie zum Beispiel Alban Selmanaj (FC Solothurn), Patrik Gjidoda (SC Buochs) und Michael Koch (FC Schötz), ehemaligen Profis wie David Pallas, welcher es für Zürich und Thun auf über einhundert Super-League-Einsätze brachte, 2.-Liga-inter-Spielern wie Hazir Zenuni (FC Olten), aber auch aus Zweit-, Dritt- und Viertligisten. 

«Auch die zweite Generation steht bereits in den Startlöchern»

Diese Mannschaft soll den Aufstieg in die Premier League schaffen. Der Start in die aktuelle Meisterschaft in der zweithöchsten Liga ist geglückt. Die Friends United gewannen ihre beiden Spiele gegen Bulle (20:3) und den Portugal Futebol Clube (15:2) deutlich. Am Wochenende wartet im Zuge der vierten Runde das Schlusslicht Olympique Basel.

Am 8. Dezember 2019 ist Friends United Gastgeber des fünften Spieltags und trifft in der Betoncoupe Arena in Schönenwerd auf den FC Iliria. Die zweite Heimrunde findet am 9. Februar 2020 statt. «Wir werden den Zuschauern ein Spektakel bieten», verspricht Nol Toplanaj.

«Auch die zweite Generation steht bereits in den Startlöchern», verkündet er stolz und verweist auf die zweite Mannschaft, die in der 1. Liga spielt und am Wochenende zum Auftakt den FC Erlinsbach mit 7:4 besiegte. «Das zweite Team besteht vor allem aus jungen Spielern aus der Region. Die Nachfrage ist sehr gross», sagt Toplanaj und heisst alle willkommen: «Bei uns darf jeder mitmachen. Unser Club steht für Multikulti und Freundschaft.»

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