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Die Ur-Enkelin von alt-Bundesrat Stampfli bezwingt den Olympiasieger

Grosserfolg für Emilie Stampfli an einem der bedeutendsten Hallenspringturnier der Welt: Am CSI Zürich siegte die Solothurnerin in der Challenge und bezwang so bekannte Namen wie Olympiasieger Steve Guerdat, Janika Sprunger oder Marcus Ehning.

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Emilie Stampfli schlug am CSI Zürich Steve Guerdat.

Emilie Stampfli schlug am CSI Zürich Steve Guerdat.

Carlo Stuppia

Erstmals in der Geschichte der zum siebten Mal durchgeführten Challenge am Mercedes-CSI im Zürcher Hallenstadion, in der Profireiter gegen erfolgreiche Schweizer Amateurreiter über den gleichen Parcours antreten, schwang eine Schweizer Nachwuchshoffnung oben aus.

Die 20-jährige Solothurnerin hatte mit ihrer eigenen Franzosen-Stute Nikita du Luot gegen renommierte Profi-Cracks wie Patrice Delaveau, Shane Breen, Marcus Ehning, Janika Sprunger und selbst gegen Olympiasieger Steve Guerdat die Nase vorn. «Ich kann es selbst noch nicht glauben, dass ich all die Profis geschlagen habe. Das ist schon etwas Spezielles vor so vielen Leuten», bekannte die Team-Europameisterin der Jungen Reiter. Die Urenkelin des ehemaligen Bundesrates Walther Stampfli, des Vaters der AHV, hat von ihrer viermonatigen Stage beim brasilianischen Altmeister Nelson Pessoa in Brüssel enorm profitiert. «Neco hat meinen Sitz verbessert und mich gelernt, auch mit Gefühl schnell zu reiten.»

Das hat die Schweizer Meisterin der Junioren von 2011 imponierend bewiesen. «Emilie hat eine grosse Zukunft vor sich. Sie reitet mit viel Gefühl und ist ehrgeizig», meinte auch die irische Klassereiterin Jessica Kürten, welche die Ritte der Schweizer Nachwuchskräfte im Hallenstadion öffentlich kommentierte. Der Schützling von Trainerin Heidi Hauri ist tatsächlich ein Versprechen für die Zukunft. (si/dws)