Promotion League/ 1. Liga

Die „ungeplante“ Mannschaft holt den ersten Saisonsieg

Old Boys Basel

Old Boys Basel

Während die Old Boys beim 3:2 gegen Zofingen ihre ersten Punkte in der 1. Liga holen, ergattern die Black Stars beim 0:0 in Solothurn einen Zähler. In der Promotion League gerät der FC Basel U21 gegen Nyon mit 1:1 unter die Räder.

Es war wie in den ersten beiden Saisonspielen auf der Schützenmatte, nur umgekehrt: Dieses Mal machte der Gegner, der SC Zofingen, den optisch besseren Eindruck, spielte sich aber insgesamt zu wenig klare Möglichkeiten heraus. Effizienter waren hingegen die Old Boys, die ihre Chancen resolut nutzten und am Ende nicht unverdient mit 3:2 gewannen.

„Wir hatten den Gegner gut analysiert und wussten, was uns erwartet“, erklärte Aziz Saylir und fügte hinzu: „Ausserdem waren wir nicht die gleiche Mannschaft wie in den ersten zwei Partien.“ Was der OB-Trainer damit meinte, lag auf der Hand: Fehlten die fürs Toreschiessen geholten Reginald Faria und Furkan Tan gegen Buochs (0:2) und Delémont (1:2) wegen noch nicht eingetroffenen Spielberechtigungen, durften sie nun endlich ran – und hatten entscheidenden Anteil am Erfolg. Faria schoss das 1:0 und hatte beim 2:1 seine Füsse im Spiel, während Tan die letzten beiden Tore besorgte.

Fünf Spieler im Stau 

Die OB-Elf, die gegen Zofingen begann, war allerdings nicht geplant. Weil gleich drei für die Startformation vorgesehene Spieler wegen eines Staus zu spät zur Besammlung gekommen waren, musste der Trainer auf diesen Positionen kurzfristig umdisponieren. „Die Spieler, die reingerutscht sind, haben ihre Sache sehr gut gemacht. Man hat gesehen, dass die Mannschaft lebt und funktioniert“, freute sich Sayilir.

Der FC Black Stars gab derweil bei Aufstiegsaspirant Solothurn erstmals in dieser 1.-Liga-Saison Punkte ab. Obwohl Captain und Abwehrchef Ricardo Farinha Silva in der Schlussphase mit Gelbrot vom Platz geflogen war, hielten die Basler die Null relativ problemlos. Die Punkteteilung war gerecht. Das Heimteam hatte zwar etwas mehr vom Spiel gehabt, während die Gäste mehr Standards in Tornähe treten durften. Was beide Teams verband, war die mangelhafte Präzision im Abschluss. Eine richtige Parade mussten weder Solothurn-Goalie Jeffrey Grosjean noch Black-Keeper Steven Oberle zeigen.

 Keine klaren Torchancen

Eine einseitige Angelegenheit dagegen war der Promotion-League-Match zwischen der U21 des FC Basel und Stade Nyonnais. Die favorisierten Gäste wussten ihre Vorteile in puncto Routine und Physis von Beginn weg in die Waagschale zu werfen. „Meine Spieler mussten die Erfahrung machen, was es heisst, gegen ein für den Aufstieg in die Challenge League zusammengestelltes Team zu spielen“, erklärte FCB-U21-Trainer Arjan Peço und musste eingestehen: „Im gegnerischen Sechzehner waren wir körperlich eigentlich chancenlos.“

Obwohl die Rotblauen ständig Ball und Gegner hinterherliefen, schafften sie es 24 Minuten lang, dass die Westschweizer keine klare Torchance herausspielen konnten. Dann aber fand aber ein von der Mauer unhaltbar abgefälschter Freistoss von Hugo Fargues den Ball ins Netz. Vier Zeigerumdrehungen später doppelte Verteidiger Fabrice Guzel per Kopf nach.

Der Favorit setzt sich durch

Die einzige FCB-Chance vor dem Seitenwechsel hatte Yannick Marchand gehabt: Von Julian Vonmoos perfekt eingesetzt, schob der Mittelfeldspieler den Ball allein vor Nyon-Goalie Osni Mutombo am Tor vorbei. „Wenn wir diese Möglichkeit genutzt hätten, wäre vielleicht nach der Pause noch etwas drin gelegen“, mutmasste Peço, dem der Auftritt seiner Equipe in den zweiten 45 Minuten besser gefiel, was aber nichts daran änderte, dass die Waadtländer spielbestimmend blieben.

Ein unhaltbar abgelenkter Weitschuss Vonmoos', der im Nyon-Tor landete, war der Lohn für die tadellose kämpferische Einstellung der Basler. Doch weil den Gästen gleich zwei weitere Treffer gelangen, setzte sich der Favorit schliesslich verdient mit 4:1 durch.

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