Fussball

Die Thaler Auswahl verliert sang- und klanglos mit 0:8 – trotzdem feiern sie, als hätte man gewonnen

Die Thaler Auswahl (schwarze Trikots) gecoacht von Fredi Bargetzi (ganz links) und Christoph Büschi (3. von links, oben) mass sich zum Saisonabschluss auf dem Mümliswiler Brühl mit einer Gäuer Auswahl, zu

Die Thaler Auswahl (schwarze Trikots) gecoacht von Fredi Bargetzi (ganz links) und Christoph Büschi (3. von links, oben) mass sich zum Saisonabschluss auf dem Mümliswiler Brühl mit einer Gäuer Auswahl, zu

Die Gäuer Auswahl gewinnt das Spiel gegen die Thaler mit 8:0. «Das war ein gelungener Event», freute sich Martin Hert, Co-Trainer der Gäuer, nach der Partie.

Wie verbringen eigentlich die Fussballstars ihre Sommerferien? Nun, einige gehen in den wohlverdienten Urlaub, andere spielen noch am Confed Cup für ihr Land um Ruhm und Ehre. Und wie sieht es bei den regionalen Fussballspielern aus? Da arbeiten alle weiter, die meisten gehen in den Urlaub und einige Gäuer und Thaler Kicker spielen an der Eröffnungsfeier des Fussballplatzes Brühl in Mümliswil für ihre Region um Ruhm und Ehre. Genau genommen spielte eine Auswahl der Spieler aus Mümliswil, Welschenrohr und Klus/Balsthal gegen einige Spieler der Vereine von Härkingen, Fulenbach, Kestenholz und Wolfwil.

«Weil man eingeladen wird, man Freude am Fussball hat und vor einer wunderbaren Kulisse unter wunderbaren Bedingungen spielen kann», begründet der Balsthaler Deniz Mendi die Teilnahme nach der Partie. «Zom d’ Thaler abepotze», meinte Gäu-Stürmer Lukas Hauri mit schelmischem Lächeln kurz. Dass die Partie allerdings resultatmässig derart eindeutig zu Ende gehen würde, war am Anfang nicht absehbar.

Der Thaler Robin Disler verfolgt von den Gäuern Mike Uebelhart (li.) und Yanick Oumaray.

Der Thaler Robin Disler verfolgt von den Gäuern Mike Uebelhart (li.) und Yanick Oumaray.

Die Thaler starteten besser in die Partie und kamen zu zwei, drei Torchancen. Erstes wirkliches Highlight war allerdings der Freistossspray, den der Super League-Schiedsrichter Pascal Erlachner mehr über Oumarays Schuhe als auf den Rasen schmierte. Zwei lachende Blicke und ein Abklatschen später war diese Sache allerdings gegessen.

Gäuer Dominanz

Wie geschmiert lief es in der Folge den Gäuern, welche nach einer guten halben Stunde durch Fabian von Arx zur Führung einnetzten. «Wenn du ein Tor bekommst, musst du wechseln», klang es daraufhin von der Thaler Bank und siehe da: Die komplette Abwehr wurde ersetzt. «Wir verloren nach dem 0:1 etwas die Nerven», witzelten die Trainer Fredi Bargetzi und Christoph Büschi nach der Partie.

Trotz der Spässe betonte auf der anderen Seite Martin Hert, dass man auch dieses Spiel ernst nehme: «Es braucht einen gewissen Ernst bei dieser Sache, ich bin auch bei solchen Matches genervt, wenn ich verliere.» Zum Glück stellte sein Schützling Yanick Boss noch vor der Pause die Anzeigetafel auf 0:2.

«Die Tore fielen alle zu günstigen Zeitpunkten, das kam uns entgegen», resümierte der zweite Gäuer Trainer Bruno Büttiker. So auch der dritte Treffer. Nur wenige Sekunden nach dem wegen Abseits aberkannten Anschlusstreffer von Robin Disler erhöhte Elvir Kolic auf der anderen Seite auf 3:0 und machte damit alles klar. Letztendlich durften sich sieben verschiedene Gäuer Torschützen feiern lassen, den Schlusspunkt setzten die Thaler mit einem Eigentor gleich selbst.

Thals Janik Disler und der Gäuer Kevin von Arx im Kampf um den Ball, beobachtet von Nicola Ackermann (li.), Mario Stecher (hinten li.), Sascha Ingold (Mitte) und Fabian Müller (hinten re).

Thals Janik Disler und der Gäuer Kevin von Arx im Kampf um den Ball, beobachtet von Nicola Ackermann (li.), Mario Stecher (hinten li.), Sascha Ingold (Mitte) und Fabian Müller (hinten re).

Resultat war zweitrangig

«Es geht nicht in erster Linie um das Resultat», meinte Hert im Anschluss, was am besten an der guten Laune der Thaler Trainer zu spüren war. Bargetzi meinte mit einem Lächeln, dass die Thaler eigentlich «die technisch feinere Klinge geführt haben» und witterte mit seinem Trainerkollegen einen beanstandungswürdigen Betrug, als er erfuhr, dass Fulenbach streng genommen nicht mehr zum Gäu zählt.

Hert entgegnete, dass die Gäuer natürlich auch sonst gewonnen hätten und der Veranstalter meinte, dass man einen Verein wie den SC Fulenbach gerne dabei habe. Alle Teilnehmer hatten so ihren Spass, waren sich einig, dass man diesen Event jährlich wiederholen könnte und gingen nach der Partie noch etwas feiern, egal ob Sieger oder Verlierer. Denn eigentlich ist ja auch die Acht nur eine Null mit Gurt.

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