CIS

Die Stadt Solothurn soll dank des neuen CIS eine Sportstadt werden

Rainer Gilg hat einiges vor.

Rainer Gilg hat einiges vor.

Seit einem halben Jahr ist der vormalige Schwimm-Profitrainer Rainer Gilg neuer Pächter des Komplexes. Der Geschäftsinhaber der BPM Sports GmbH will die Anlage ausbauen und eine grössere Kundschaft ansprechen.

Es tröpfelt in die Hallen. Die Garderoben und die sanitären Einrichtungen sind veraltet. Der Abfluss streikt von Zeit zu Zeit. «Die Anlage ist 30 Jahre alt», sagt Rainer Gilg und fügt hinzu, «dass es schwierig sein wird, dessen war ich mir bewusst. Trotzdem habe ich mich für die Übernahme des Betriebsmanagements entschieden. Das CIS bietet weit mehr als nur Tennis.» In die renovationsbedürftige Sportanlage sind nicht nur Vereine wie der TV Solothurn, der Basketballklub, der Tennisklub CIS oder der Ambass Drops Badmintonklub involviert, sondern genauso die Kundschaft und die Berufsschulen, die die Halle während des Tages belegen.

Seit Oktober treibt der ehemalige Schwimm-Profitrainer Gilg mit der Eigentümerin Dinett Holding, die am Aufbau von rund 1000 Wohnungen für ältere Menschen in der ganzen Schweiz ist, die Projektierungen und die Baupläne voran. Diese sollen über mehrere Etappen und binnen zwei bis drei Jahren realisiert werden.

Vorgesehen sind neben der Renovation der Garderoben und Hallen auch neue Geräteräume für die Vereine, eine Empfangshalle mit Sportlounge, ein Wellness- und Backpacker-Bereich, ein Multifunktionssaal, die Überdachung der Aussen-Tennisplätze sowie ein Beachfeld. «Die Ideen sind da. Alles braucht aber seine Zeit und viel Geduld», erklärt der 46-jährige Stadtberner und leidenschaftliche Schwimmer.

Obwohl die Eigentümerin das CIS als Bewegungsplattform für Ältere nutzen will und er das Schaffen von Voraussetzungen für Sport anstrebt, seien die Visionen gut vereinbar; die Kombination würde ein intergenerationeller Austausch mit sich bringen.

Eissportzentrum als Vorbild

Was Gilg zuletzt mit der Localnet-Arena, dem regionalen Eissportzentrum in Burgdorf, über drei Jahre hinweg aufgebaut hat, möchte er mit dem CIS wiederholen. «Jede Sportanlage ist eine Leidensgeschichte. Damit sich eine Stätte weiterentwickeln kann, muss proaktiv gehandelt werden», sagt er. Zudem sei wichtig, dass hinter der Anlage und dem Sport derselbe Virus steckt: «Ein Verein bringt das Leben und den Nachwuchs mit. Stimmt die Zusammenarbeit, dann wird der Sport gefördert und der Klub professioneller.» Es nütze nichts, wenn ein Verein nur gut ist; es brauche solche, die Ambitionen haben und visionär sind - der TV Solothurn sei ein gutes Beispiel dafür.

Attraktives Programm

Das CIS soll künftig als Grundlage dienen, damit auch Anlässe generiert und Symbiosen mit den Partnern gebildet werden können. Ein erster Schritt wird das Gemeinde-Duell «schweiz.bewegt» vom 1. bis 8. Mai, das zusammen mit dem Athena Fitnesspark organisiert wird. Ausserdem steht die Schweizer Beachsoccermeisterschaft Anfang Juli auf dem Programm.

Parallel dazu werden die ersten Anpassungen in die Wege geleitet; die denkmalgeschützten Isler-Schalen mit einer Keramikschicht isoliert, die Spielfeldlinien der Innen-Tennisplätze erneuert und das Beachfeld auf der Südseite des Areals gebaut. Gemeinsam mit Kanton und Stadt müsse noch über die Erschliessungen der Struktur sowie das weitere Vorgehen bezüglich der Hallen-Renovation mit dem Hauptmieter diskutiert werden.

Die Ungewissheit, ob die Sports GmbH alle ihre Ziele und Vorhaben umsetzen kann, bereitet Rainer Gilg die grösste Sorge: «Ich hoffe, wir schaffen das. Es sind nur alle Gewinne, wenn alle es auch sein wollen.»

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