Volleyball
Die Solothurner Volleyballerinnen unterliegen Köniz unnötig mit 1:3

Nach dem unerwarteten 3:2-Auswärtssieg vor Wochenfrist gegen die Tabellenführerinnen aus Münsingen unterlagen die Solothurner 1.-Liga-Volleyballerinnen zuletzt zu Hause dem Zweitplatzierten Köniz mit 1:3.

Michael Schenk
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Solothurns Bobst (Mitte) während dem Spiel gegen Köniz.

Solothurns Bobst (Mitte) während dem Spiel gegen Köniz.

Eine keineswegs zwingende Niederlage notabene. «Der Knackpunkt war sicherlich der dritte Satz, in dem wir 19:14 führten und am Ende doch 24:26 verloren», hält Trainer Marco Chittaro fest. Den ersten Umgang hatten die Hausherrinnen mehr oder weniger souverän mit 25:21 gewonnen.

In dem Moment deutete auf jeden Fall noch gar nichts auf eine spätere Niederlage hin. Es seien dumme Eigenfehler gewesen, führt Chittaro aus, die zum Verlust des dritten, entscheidenden Satzes geführt hätten. Schon ab Umgang zwei schlichen sich zusehends Annahmeprobleme im Spiel der Gastgeberinnen ein. Der vierte Satz ging dann, frust- und enttäuschungsschwanger, sang- und klanglos mit 16:25 verloren. «Dieser Hänger lag dann in dem Moment auf der Hand», sagt Chittaro.

Die Leistungen der Solothurnerin im Verlauf dieser Saison zeigen deutlich auf, dass die Equipe mit der Spitze absolut mithalten kann. Vom Potenzial her, das hat in dem Sinn auch die Niederlage gegen Köniz gezeigt, brauchen sich die Ambassadorinnen vor niemandem in ihrer Gruppe verstecken. «Das ist so», bestätigt Chittaro. «Die Entscheidung über Sieg und Niederlage hängt oft an einen seidenen Faden.» Sprich, die zehn Teams in der Gruppe B liegen vom Leistungspotenzial her sehr eng beisammen. In solchen Fällen sind es dann in der Regel herausragende Einzelkönner, die über Sieg und Niederlage entscheiden, oder die «globale», mentale Verfassung im Team. Die Solothurnerinnen besitzen, das hat sich so auch in der Partie gegen Köniz gezeigt, just in letzterer Hinsicht gewiss noch Steigerungspotenzial. Wenn der Druck steigt, dann steigt auch die Angst, den entscheidenden Fehler zu begehen – und prompt passiert er.

Da muss man ausblenden können. «Im dritten Satz gegen Köniz ist uns das sicherlich bisweilen passiert», bestätigt Chittaro. Nicht zum ersten Mal: Zu Beginn der Saison besass man gegen Franches-Montagenes mehrere Matchbälle und unterlag den Jurassierinnen am Schluss noch in fünf Sätzen. Nebst dieser Kopfsache legt Coach Chittaro künftig Wert darauf, dass sich das Blockspiel, das bisweilen noch «zu löchrig» sei, verbessere.

Das Saisonziel für die Solothurnerinnen bleibt gemäss dem Trainer Rang fünf. Selbst wenn man im Verlauf der Saison inzwischen gesehen und erfahren hat, dass man keiner Konkurrenz-Equipe wirklich fundamental unterlegen ist und in dem Sinn durchaus auch mehr drinliegt. «Alles was mehr kommt als der fünften Rang ist absolute Crème», sagt Chittaro. Derzeit sind die Solothurnerinnen auf dem sechsten Platz zu finden. Er sei freilich total überzeugt, «dass wir zumindest noch einen Platz gut machen werden», so der 46-Jährige. «Die vor uns liegenden Equipen werden sich untereinander auch noch den einen oder anderen Punkt abknöpfen», rechnet der Informatiker vor. Indes: Wenn die Solothurnerinnen ihr Potenzial in der Rückrunde gänzlich auspacken und cool bleiben, können die anderen spielen wie sie wollen... dann liegen Punkte so oder so immer drin.