Tennis
Die Solothurner Regionalen Meisterschaften sind auf dem Weg der Besserung

Am Wochenende finden in Grenchen die Finalspiele der 67. Solothurner Regionalen Tennismeisterschaften statt. Beim Regionalverband Solothurn Tennis überlegt man, wie man das Turnier attraktiver gestalten könnte.

Fabio Baranzini
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Der Grenchner Interclubspieler Christoph Kuhn gilt als Favorit auf den Titel an den Solothurner Regionalen Tennismeisterschaften.

Der Grenchner Interclubspieler Christoph Kuhn gilt als Favorit auf den Titel an den Solothurner Regionalen Tennismeisterschaften.

Marcel Bieri

194 Teilnehmer haben die Organisatoren des TC Grenchen diesmal für die Solothurnern Regionalen Meisterschaften gewinnen können. Das sind rund 70 mehr als im Jahr zuvor, als das Turnier in Langenthal stattfand. Entsprechend zufrieden ist OK-Präsident Stefan Glauser. «Wir waren positiv überrascht. Wir hatten mit rund 150 Nennungen gerechnet und auch das Spielniveau in den stärksten Kategorien ist gut.»

Auf den ersten Blick scheint also alles in bester Ordnung zu sein. Die Teilnehmerzahlen steigen, die Organisatoren sind zufrieden mit dem Spielniveau und für sie lohnt sich die Durchführung der Meisterschaften auch finanziell. Doch schaut man genauer hin, wird schnell klar, dass bei den Solothurner Regionalen Tennismeisterschaften doch nicht alles so rosig aussieht. Von den 24 ausgeschriebenen Turnierkategorien mussten deren elf wegen zu weniger Teilnehmer abgesagt werden. Was auffällt: Davon betroffen sind jeweils die stärksten Kategorien der Frauen, Männer (je N1/R1) und Jungsenioren (R1/R5). Bei der aktiven Spitze weisen auch die zweitstärksten Kategorien (R1/R4) nur wenige Teilnehmer auf. Acht sind es bei den Männern, gar nur vier bei den Frauen.

Kein Preisgeld

Stefan Glauser überrascht das nicht. «Die Spitzenspieler kommen heute nur noch, wenn es Preisgeld gibt. Dafür haben wir aber nicht genügend Sponsoren. Wir sind daher von Anfang an davon ausgegangen, dass die stärksten Kategorien wohl nicht stattfinden werden», so der OK-Präsident. Wenn sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert, sieht er die Zukunft der Solothurner Regionalen Meisterschaften im Breitensport und bei den älteren Konkurrenzen (Jungsenioren und Senioren).

Viele Ideen

Auch beim Regionalverband Solothurn Tennis hat man die Problematik des kränkelnden Aushängeschilds der regionalen Tennisszene erkannt. An der letzten Generalversammlung wurde daher eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, sich der Thematik anzunehmen und Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu erarbeiten. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den regionalen Clubs soll verbessert werden und eine verkürzte Turnierdauer für die stärksten Kategorien, sowie eine Überarbeitung der ausgeschriebenen Kategorien und eine attraktivere Gestaltung des Rahmenprogramms – beispielsweise ein Showmatch am Finalwochenende – werden geprüft. «Das Turnier soll so wieder einen höheren Stellenwert erhalten in der Region», sagt Thomas Häuptli, Präsident von Solothurn Tennis. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden an der kommenden GV präsentiert und allfällige Änderungen bereits im nächsten Jahr umgesetzt.

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