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Die Solothurner lassen im Derby gegen Wangen jeden Kampfwillen vermissen

Der FC Solothurn verliert auswärts gegen Wangen bei Olten mit 1:4. FCS-Trainer Patrik Grolimund sieht nach der klaren Niederlage dringenden Handlungsbedarf und will vor allemeine andere Einstellung sehen.

Pius Rüegger
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Die Solothurner Abwehr (in Grün) ist beim Kopfballtor zum 2:0 von Wangens Danijel Knezevic (r.) machtlos. HR. Aeschbacher

Die Solothurner Abwehr (in Grün) ist beim Kopfballtor zum 2:0 von Wangens Danijel Knezevic (r.) machtlos. HR. Aeschbacher

HR.Aeschbacher

Das Ergebnis des dritten Kantonal-Derbys – diesmal zwischen Wangen bei Olten und Solothurn – lässt nichts zu deuteln übrig. Die Platzherren waren ein verdienter Sieger. Cleverness, Robustheit und dezidierte Umsetzung bildeten die Basis zum klaren Erfolg. «Ich wusste, dass wir viel mehr können, und wir haben aktiv gezeigt, was wir draufhaben», resümierte Wangen-Trainer Marc Hodel.

Guter Start, aber keine Tore

Nur zu Beginn beider Spielhälften liessen die Hauptstädter Hoffnungen aufblitzen. Nachdem Büchli Marciel im eigenen Gefahrenbereich vom Ball trennte, prüfte Elezi im Gegenstoss Dedaj mit einem satten Schuss – erster Eckball. «Unser Muster ist, dass wir gut starten, aber kein Tor machen», sagte FCS-Trainer Patrik Grolimund. Bis zur 40. Minute hielt die Stadtsolothurner Abwehr dem Druck stand. Bis Marciel Biglers Flanke an den Pfosten setzte und Cuinjinca den Abspritzer zum 1:0 versenkte. Die Hodel-Truppe setzte nach. In der 45. Minute verlängerte Knezevic mit dem Kopf einen Todorovic-Freistoss zum 2:0.

Solothurn reagiert nach Pause

Nach dem Unterbruch reagierten die Gäste und konnten Druck aufbauen. Den Anschlusstreffer Sölöngüzs bereitete Walther mit einem Kurzpass vor (59.). «Ich blieb stehen und habe gedacht, der Ball komme kurz», beschrieb der jüngste FCS-Spieler sein erstes Ernstkampftor. Der Aufwind verblasste rasch. Der Dämpfer kam in der 69. Minute. Nach einem Foul von Gashi gab der Schiedsrichter Vorteil. Marciel schloss diesen Spielzug über mehrere Stationen zum 3:1 ab. Die Ambassadoren gingen nun mehr Risiken ein. Vier Minuten später stand der eingewechselte Husi alleine vor Bracher. Sein erster Ballkontakt führte zum entscheidenden 4:1. «Wir haben 80 Minuten den Match bestimmt und hatten nur in den ersten Minuten nach der Pause Mühe, in denen wir das Tor erhielten», gab sich Hodel zufrieden.

An die Grenzen gehen ist ein Muss

Seine Enttäuschung verbarg sein Antipode Grolimund hingegen nicht: «Wir haben verdient verloren.» «Der springende Punkt ist, dass jetzt zehn Spiele stattfanden und die Spieler tausend Erstligaminuten absolvierten. Sie können sich nicht mehr dahinter verstecken, sie hätten keine Erfahrung. Wir müssen Veränderungen in der Einstellung anbringen, den absoluten Kampfeswillen zeigen und die Bereitschaft, uns mit einfachen Aktionen aus unserer Lage zu lösen», sieht Grolimund Handlungsbedarf. «Es ist auch Verpflichtung, in jedem Spiel an die Grenzen zu gehen, und nicht nur das Vergnügen, in diesem Traditionsverein zu spielen», fügt der Gäste-Teamchef an.

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