1. Liga
Die Solothurner feiern den fünften Sieg in Serie

Die Sayilir-Truppe lässt in der 1. Liga gegen Schötz nichts anbrennen und setzt sich klar mit 4:1 durch. Damit können die Solothurner ihre Erfolgsserie auf nunmehr fünf Siege ausbauen.

Pius Rüegger
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Freude beim FC Solothurn: Unten Kaltrim Osaj, schoss das 1:0, oben Adrian Fleury, schoss das 2:0.
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Sacha Stauffer lässt am linken Flügel den Schötzer Verteidiger Manuel Dahinden da hinten stehen...
Adrian Fleury zieht ab.
Solothurn - Schötz
Torschütze Kaltrim Osaj (rechts) lässt sich von Massimo Veronica feiern.

Freude beim FC Solothurn: Unten Kaltrim Osaj, schoss das 1:0, oben Adrian Fleury, schoss das 2:0.

Hans Peter Schläfli

«Ich habe immer einen Plan B oder C bereit, heute funktionierte Plan C mit Sacha Stauffer als Sturmspitze», schmunzelt Solothurns Trainer Aziz Sayilir nach dem klaren 4:1-Heimsieg über Schötz. Von Haus aus Verteidiger oder Mittelfeldspieler, war Stauffer an drei der vier Tore beteiligt. Zum 1:0 gab er übersichtsvoll Osaj das öffnende Zuspiel (16.). Mit seinem Sturmlauf der Grundlinie entlang erzwang er gegen Vogel den Penalty: 3:0 durch Fleury (51.). In der ersten Nachspielminute krönte der Ex-Grenchner seinen Auftritt zum 4:1-Schlussstand, serviert vom uneigennützigen Karaboga.

Fleury markierte seinen ersten Tagestreffer zum 2:0 auf Querpass Osajs (24.). Der neue FCS-Topskorer kommt nun auf neun Saisontreffer und überholt Appelt (8), der 90 Minuten auf der Bank sass. Nach zuletzt vier Siegen mit einem Tor Differenz – gegen Luzern II 1:0, bei Black Stars Basel 2:1, gegen Concordia Basel 1:0 und im Derby in Grenchen 2:1 – feierte die Stadion-Elf ihren fünften Dreier in Serie klar dank effizienterem Abschluss. Vor dieser Runde wies das fünfklassierte Solothurn den neuntbesten Sturm auf. Ein Indiz, wo Handlungsbedarf auf die neue Saison besteht.

Dieser Tatsache sind sich Cheftrainer Sayilir und Sportchef Francisco Fernandez bewusst. «Wir wollen Schrittchen um Schrittchen vorwärts machen. Dazu gehört, dass wir unsere Gedanken machen, wobei wir unsere Philosophie mit eigenen Spielern fortsetzen wollen», sagt Fernandez. So lautet die Frage: «Soll man Externe holen, die viel Geld kosten und doch keine Garantie für den Erfolg sind?»

An Philosophie festhalten

Der Bettlacher möchte schon einen Top-Stürmer holen. «Diesen müssen wir aber zuerst finden und er muss auch in unsere Budget-Vorgaben passen», erklärt das Barcelona-Mitglied. Seine Gedanken gehen weiter: «Nimmt dieser Zuzüger nicht einem Eigenen den Platz weg, wenn er nicht einschlägt?

Wenn wir ehrlich sind, haben wir mit unseren Voraussetzungen viel erreicht, wir haben lieber einen Spieler, der ins Team passt». Der 49-Jährige rechnet, dass wieder zwei «Riesentalente» aufrücken und nächste Woche finden mit dem FC Basel Gespräche über die Rückkehr von einem bis zwei Spielern zum Stammclub Solothurn statt.

«Solange ich dabei bin, halten wir an unserer Philosophie fest, auch wenn Entscheide nach aussen nicht verständlich sind», bemerkt Fernandez. Diese Haltung wird vom Cheftrainer gestützt. «Wenn es die Möglichkeiten zulassen, bin ich immer an Neuen interessiert, ansonst müssen wir mit den vorhandenen Mitteln im Offensivbereich zulegen und Chancen kreieren», nimmt Sayilir diese Herausforderung gerne an.