Unihockey

Die Siegesserie des SV Wiler-Ersigen reisst, die Tabellenführung bleibt dennoch

Dave Wittwer und Goalie Christoph Reich konnten die Tigers (Flühmann) einmal zu wenig im Schach halten.

Dave Wittwer und Goalie Christoph Reich konnten die Tigers (Flühmann) einmal zu wenig im Schach halten.

Nach zwölf Siegen in Serie kassiert Meister SV Wiler-Ersigen in der laufenden Unihockeymeisterschaft wieder einmal eine Niederlage. Der Meister unterlag im Derby bei den Tigers Langnau knapp mit 4:5, kann sich aber dank dem 3:2-Sieg am Vortag über Vizemeister Alligator Malans weiter alleine an der Tabellenspitze behaupten und wird auch als Leader ins neue Jahr gehen.

Es waren zwei enge Spiele, welche der SVWE an dieser letzten Doppelrunde vor der Weihnachtspause zu bestreiten hatte, gegen zwei langjährige Rivalen zudem.

Am Samstag beim Heimspiel gegen Malans im Rahmen des Kids-Day schickte der Meister sinnbildlich zum zweiten Mal in Folge das Maximum an sieben U21-Spielern ins NLA-Rennen.

Und da sich zur langen Verletztenliste auch noch der kranke Deny Känzig gesellte, standen sechs davon in der Startaufstellung. Am Ende waren es aber doch die Routiniers, welche das letzte Heimspiel des Jahres für den SVWE entschieden.

Passives Malan

Zweimal der Schwede Daniel Johnsson und Matthias Hofbauer (er wurde für sein 500. NLA-Spiel geehrt) schossen die drei Tore gegen ein sehr passives, lange Zeit gar ängstliches Malans, welches erst im Schlussdrittel offensiver und aggressiver agierte und dafür sorgte, dass die rund 650 Fans immerhin noch eine spannende Schlussphase erlebten.

«Big Save»

Zuvor plätscherte das Spiel lange vor sich her, mit viel Ballbesitz für das Heimteam, dem allerdings anzumerken war, dass erneut in allen Linien Veränderungen vorgenommen werden mussten.

Die Automatismen, den defensiv gut stehenden Gegner auszuspielen, waren nicht vorhanden. Da die Berger-Truppe nach dem Treffer zum 3:1 die sich bietenden Chancen auf ein viertes Tor und damit die Entscheidung nicht nutzen konnte, kam Malans nochmals auf. Und es brauchte sogar einen «Big Save» von Goalie Reich, dass die Partie nicht in die Verlängerung ging.

Tigers um eine Spur kaltblütiger

Am Sonntag passierte dann das, was gegen das Stimmungsteam der Tigers nie gut ist: Wiler geriet trotz gutem Beginn mit viel Ballbesitz früh in Rückstand. Die Langnauer, welche am Vorabend in Chur gleich mit 6:10 untergegangen waren, bissen sich damit in die Partie.

Diese war jederzeit ausgeglichen und auch spannend.  Dass das Heimteam letztlich das bessere Ende für sich behielt, lag auch daran, dass es im Abschluss um eine Spur kaltblütiger agierte.

Siegesserie beendet

Zwar verschossen auch die Tigers wie der SVWE einen Penalty, doch sie nahmen die Geschenke dankend an, welche ihnen der Gast beim zweiten und fünften Treffer offerierte.

Die Berger-Truppe musste sich kämpferisch nichts vorwerfen lassen, kam gar durch einen Shorthander Mutters nochmals auf 4:5 heran, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden und beklagte auch etwas Pech bei zwei Stangentreffern.

Die Niederlage beendet zwar die schöne Serie von zwölf Siegen in Serie, ist aber hinsichtlich der Fortsetzung der Meisterschaft nicht wirklich schlimm.

In zwei Wochen steht mit der Partie in Thun das letzte Spiel des Jahres auf dem Programm. Schon jetzt steht fest, dass der Meister als Leader ins neue Jahr gehen wird.

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