Curling
Die Senioren-WM in Schottland wird für diese Solothurner kein Ferienlager

Mit dem Sieg an der Schweizer Meisterschaft der Senioren haben sich die Männer von Solothurn Wengi für die WM in Schottland qualifiziert. Dort wollen sie eine Medaille, sagt Skip Jürg Gnägi.

Andreas Fretz
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Erfolgreiche Solothurner Senioren: Jürg Gnägi, Alfred Wyler, Stefan Schneider, René Fuchs und Dieter Emch (von links).

Erfolgreiche Solothurner Senioren: Jürg Gnägi, Alfred Wyler, Stefan Schneider, René Fuchs und Dieter Emch (von links).

zvg

Im Moment drücken sie noch den Schweizer Olympia-Curlern in Sotschi die Daumen. «Das interessiert uns sehr», sagt Jürg Gnägi und fügt an: «Mit dem Schweizer Männerteam haben wir in Nennigkofen sogar einen Trainingstag absolviert.» Vor allem aber fiebern die Männer mit Carmen Küng mit. Der Solothurnerin im Team von Skip Mirjam Ott würden sie eine Medaille besonders gönnen. Und wer weiss, vielleicht drückt Carmen Küng ihrerseits schon bald den Männern von Solothurn Wengi die Daumen. Denn diese haben sich für die Senioren-WM qualifiziert.

Erstmals überhaupt sind Jürg Gnägi, Alfred Wyler, Stefan Schneider, René Fuchs und Dieter Emch in der Kategorie Senioren II zu Titelkämpfen angetreten. «Und wir haben gleich zugeschlagen», freut sich Gnägi, der bald 52 wird.

Vorfreude auf Schottland

Früher spielten die Solothurner bei den Senioren I, mit dem Erreichen der Altersgrenze von 50 Jahren wurde nach einer kurzen Pause der Übertritt in die neue Kategorie gewagt. «Dass es bei den Senioren II im Gegensatz zu den Senioren I eine WM gibt, hat uns besonders zur Teilnahme motiviert», sagt der Skip aus Lüterkofen. Ein weiterer Grund war, dass die WM in einer traditionsreichen Curlingnation stattfindet. «Unsere Curlingherzen schlagen für Schottland», erklärt Gnägi, der in einer Handelsfirma für Weihnachtsbeleuchtung arbeitet.

Ob der Solothurner Stern auch in Schottland leuchtet? An der Schweizer Meisterschaft lief es jedenfalls rund. Mit dem Titel haben die Männer nicht unbedingt gerechnet, «aber wir hatten einen Lauf, verloren nur eine Partie», sagt Gnägi.

«Das werden keine Ferien»

Die WM in Dumfries findet vom 23. bis 30. April statt. Bis es so weit ist, wollen die Solothurner noch fleissig trainieren. Zunächst in der heimischen Halle, ab März in Baden AG, wo es elf Monate im Jahr Eis gibt. «In Schottland wollen wir eine Medaille gewinnen, deshalb gehen wir dorthin. Das werden keine Ferien», betont der Skip. Die stärksten Gegner kommen voraussichtlich aus den Curling-Nationen Kanada, Schottland und Schweden. Für die Solothurner ist es, von Turnieren in Deutschland abgesehen, der erste Auftritt im Ausland. Dass sie dafür ihre Ferien opfern müssen, nehmen sie gerne in Kauf.