Fussball
Die Rollen vor den Cup-Halbfinals sind klar verteilt

Heute Mittwoch (20.00 Uhr) werden die beiden Teams ermittelt, die am Auffahrts-Donnerstag in Zuchwil den Solothurner Cupfinal bestreiten werden. Der FC Trimbach könnte dabei eine bis anhin makellose Serie fortsetzen.

Hans Peter Schläfli
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Stehen beide im Cup-Halbfinal: Subingens Captain Simon Büttler (vorne) und der Deitinger Rony Moll. (Archiv)

Stehen beide im Cup-Halbfinal: Subingens Captain Simon Büttler (vorne) und der Deitinger Rony Moll. (Archiv)

Hans Peter Schläfli

Es ist ein Duell der Zweitligisten: Subingen misst sich mit dem FC Trimbach und Olten muss auf dem Weg in den Final Deitingen bezwingen. Für Subingen-Trainer Patrik Schüpbach ist der Cup die ideale – aber auch die letzte – Gelegenheit, sich mit einem positiven Paukenschlag vom Verein zu verabschieden. Die Meisterschaft verlief eher enttäuschend und der Meistertitel ist unerreichbar.

Auch der Trainer des FC Trimbach, Werner Ulrich, ist erstaunt über das Abschneiden des FCS: «Olten hat die beste Mannschaft der Liga, dann kommt für mich Subingen und erst an dritter Stelle Trimbach.» Bescheidene Worte aus dem Mund des Leader-Trainers, der in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat. Ulrich dementiert auch gleich die Gerüchte, dass Trimbach auf einen Aufstieg in die 2. Liga inter verzichten würde: «Wenn die Mannschaft aufsteigen will, steht auch der Verein dahinter.» Weil Subingen seine ganze Kraft und Energie in den heutigen Halbfinal legen könne, sei es zu favorisieren. Gleichzeitig verrät Ulrich sein Erfolgsrezept: «Wenn es so läuft wie bei uns, dann überlegt man als Trainer nicht mehr viel. Es ist besser, man lässt seine Spieler machen und versucht, möglichst wenig einzugreifen. Meine Mannschaft versteht sich blind, auch wenn wir wegen Verletzungen umstellen müssen.»

Olten ist der Favorit

Für die beiden Opponenten im anderen Halbfinal ist der Solothurner Cup ebenfalls das grosse Saisonziel. Olten würde wohl sogar wieder auf einen Aufstieg verzichten, falls sich die Frage überhaupt stellt, lässt FCO-Sportchef Kurt Bitterli durchblicken. Nach dem grandiosen Tiki-Taka beim 6:1-Sieg gegen Italgrenchen ist Olten heute Abend Favorit. «Das wird aber nicht einfach», relativiert Trainer Fredy Schmid diese Einschätzung. «Deitingen ist ein anderes Kaliber. Vor allem die Brüder Stalder können sich in den Zweikämpfen immer wieder durchsetzen – auf die Zwei müssen wir aufpassen.»

Viele verletzte Spieler

Auf der anderen Seite war Deitingens Trainer Valentin Moser beeindruckt, als er die Oltner in Grenchen «ausspionierte». Das sei ganz normal: «Die Oltner haben uns in Mümliswil ebenfalls beobachtet, das gehört dazu.» Er ist aber nicht allzu optimistisch: «Es wäre schon toll, wenn wir den Cup-Final erreichen könnten, aber gegen Olten sind wir krasser Aussenseiter. Wir haben Verletzungspech und ich werde deshalb die Defensive wieder umstellen müssen.» Das sei gegen diese Filigrantechniker sicherlich kein Vorteil, ist Valentin Moser realistisch.