FC Solothurn

Die Partie zwischen dem FC Solothurn und dem FC Bern endet torlos

Der FC Solothurn zeigte gegen den FC Bern eine schwache Leistung (Archivbild).

Der FC Solothurn zeigte gegen den FC Bern eine schwache Leistung (Archivbild).

Zweimal das leere Tor verpasst – Sinnbild für das heutige Spiel. Solothurn bekam das Spiel gegen das Schlusslicht aus der Bundesstadt nie in den Griff. Die totale Verunsicherung konnte nie abgestreift werden. Mit dem torlosen Remis waren die Einheimischen noch gut bedient nach diesem enttäuschend schwachen Auftritt.

Seit 282 Spielminuten konnte der FC Solothurn keinen Torerfolg mehr bejubeln! Diese grosse Schwäche konnte auch gegen Schlusslicht Bern nicht behoben werden, denn ein Skorer fehlt weit und breit. «Wir haben extrem Mühe, mal zu einer Torchance zu kommen», bemerkte Solothurns Trainer Hans-Peter «Bidu» Zaugg. Diese Torflaute führt der erfahrene Coach insbesondere in diesem Spiel auf die grosse Hektik, die fehlende Ruhe und daraus folgernd die ebenso fehlende Souveränität zurück, die erneut zu vielen technischen Fehlern führte. Trotzdem hatte die Stadionelf drei Möglichkeiten für einen Torerfolg. In der 46. Minute schoss Csima Bern-Hüter Burri an, den Abklatscher konnte Dzeljadini entschärfen. Und zweimal trafen die Einheimischen das verwaiste Gästetor nicht: In der 80. Minute, nach einer Fussabwehr Burris weit vor seinem Strafraum, verpasste Stauffer aus rund 35 Metern; zehn Minuten verliess der Berner Schlussmann wieder seinen Kasten, aber Duah verzog nach links. «Stauffer hätte genügend Zeit gehabt», stellte Zaugg dazu fest. Anderseits mussten die Platzherren ständig auf der Hut sein, ein Gegentor einzufangen. «Bern war brandgefährlich mit seinen schnellen Angriffen und deshalb konnten wir nicht zu viel Risiko nehmen», befand Zaugg.

Zu wenig sauber und souverän

«In der gegenwärtigen Verfassung sind wir zu wenig gut, um gegen einen Gegner, der gut spielt, zu bestehen», bemängelte der FCS-Trainer. Das grosse Übel heisst «fehlende Durchschlagskraft». Weil jeder Spieler das Team aus dieser Misere führen wollte, entstanden Einzelaktionen auf Kosten des Mannschaftsgefüges, die jedoch versandeten. «Wir haben aus dem Mittelfeld heraus zu wenig sauber und souverän agiert», sah es Zaugg. Die zu vielen Ballverluste und Fehlzuspiele wirkten den Bemühungen, mit dem Versuch einer Drucksteigerung in der Schlussphase entgegen. Dazu kam, dass Bern nicht wie ein potentieller Absteiger auftrat, sondern aggressiv, engagiert und hartnäckig seine Vorteile suchte. «Ich habe Bern zweimal gesehen und es hat heute bestätigt, dass es tendenziell ein guter Gegner ist, um gegen ihn zu bestehen», bezeichnete Zaugg das Unentschieden als gerecht.

Verunsicherung pur

Dass es der Stadion-Elf nicht gelang, sich gegen den fast sicheren Abstiegskandidaten abzuheben, unterstrich die allgegenwärtige Verunsicherung Deshalb konnte kein effektives Mannschaftsspiel entstehen. Bemühtes Stückwerk genügte nicht, gefährlich zu werden, geschweige denn Durchschlagskraft zu erhalten. Die einzelnen Versuche blieben isoliert. Auch Standards wie Eckbälle und Freistösse führten zu keinen zwingenden Szenen.

Partie verpasst? Lesen Sie den gesamten Spielverlauf in unserem Liveticker nach: 

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