Eishockey

Die Oltner wissen genau, wie sie Langenthal im zweiten Spiel schlagen

Ronny Keller fühlt sich wohl in Olten.

Ronny Keller fühlt sich wohl in Olten.

Am Dienstag kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen in der Halbfinalserie der Nationalliga B. In Olten geht es ab 19.30 Uhr um die Frage: Ausgleich oder richtungsweisende Führung?

Mit viel Spannung war der Auftakt zum Derby-Halbfinal zwischen Langenthal und Olten am vergangenen Sonntag erwartet worden. Das Spiel konnte den Erwartungen dann aber nur teilweise gerecht werden. «Beide Teams wollten keine Fehler machen und sich aufs Powerplay verlassen», analysiert EHCO-Verteidiger Ronny Keller Spiel 1 der Halbfinals.

«Das ist keiner Mannschaft gelungen. Deshalb blieb die Partie bis zum Schluss spannend und offen», so Keller weiter. Für die Fortsetzung der Best-of-7-Serie heute Dienstag hofft Keller auf weniger Strafen seiner Mannschaft. «Wir müssen uns in den Zweikämpfen cleverer verhalten. Auch wenn Langenthal kein Powerplay-Tor schiessen konnte, haben uns die vielen Strafen doch aus dem Rhythmus gebracht.»

Dazu fordert der 33-Jährige, dass seine Mannschaft die Torchancen konsequent verwertet. «Langenthal ist ein starkes Team mit einer sehr kompakten Defensive. Zu vielen Chancen werden wir in dieser Serie nicht kommen. Umso wichtiger wird sein, dass wir die sich bietenden Möglichkeiten effizient ausnutzen.» Auch unter diesem Aspekt wäre eine Rückkehr von Topskorer Marco Truttmann zu begrüssen. Der Stürmer musste in Halbfinal 1 wegen einer Verletzung, die ihn schon seit längerer Zeit behindert, passen. Über Truttmanns Einsatz im Spiel 2 wird kurzfristig entschieden.

Keine Spur von Müdigkeit

Klar ist dagegen, dass der EHCO heute nach der intensiven Serie in den Viertelfinals gegen La Chaux-de-Fonds bereits das fünfte Spiel in zehn Tagen bestreitet. Dass den Powermäusen die Kraftreserven langsam ausgehen, glaubt Keller aber nicht. «Wir haben nach dem siebten Spiel gegen Chaux-de-Fonds einen freien Tag beziehen können, dazu wurde die Trainingsdauer reduziert. Die Energie ist auf jeden Fall noch da.»

Keller hofft auf eine Verlängerung

Keller stiess Mitte Januar von Thurgau zum EHCO und wird nach Abschluss der Playoffs wieder zu den Ostschweizern zurückkehren. Seinen temporären Aufenthalt in der Dreitannenstadt geniesst der Zürcher, der in Olten viele positive Eindrücke sammeln konnte. «Das Umfeld des Klubs, der seit Jahren grosse Fortschritte macht, ist sehr professionell. Schön auch, dass die Fans das attraktive Tempo-Hockey honorieren und jeweils zahlreich ins Stadion kommen.» Auch sei die Integration in die Mannschaft unproblematisch gewesen, da er praktisch die Hälfte der Spieler aus der Zeit bei Thurgau und Sierre bereits kannte. Keller würde seinen Aufenthalt in Olten jedenfalls gerne noch über den Halbfinal hinaus verlängern. Ein erster Sieg in der Derby-Serie gegen Langenthal heute wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

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