Eishockey

Die Oltner lassen gegen La Chaux-de-Fonds ihre Qualitäten vermissen

Während der EHC Olten den Anschlusstreffer suchte (im Bild Steve Mason), lauerte La Chaux-de-Fonds auf Gegenstösse. Christian Galley

Während der EHC Olten den Anschlusstreffer suchte (im Bild Steve Mason), lauerte La Chaux-de-Fonds auf Gegenstösse. Christian Galley

Trotz des eindrücklichen Starts wird der NLB-Playoff-Viertelfinal für Qualifikationssieger Olten nicht zur Direttissima. La Chaux-de-Fonds parierte die 1:7-Schlappe vom Freitag mit einem 4:3-Heimsieg.

Die Playoff-Serie von Olten und La Chaux-de-Fonds gleicht der Eröffnung vor Jahresfrist, als die Oltner nach einem 5:0-Erfolg im Kleinholz im Neuenburger Jura 2:4 verloren. Der erste Heimsieg der Chaux-de-Fonniers gegen Olten in dieser Saison war allerdings lupenreiner als der Triumph am 17. Februar 2013, als ein gegebenes Phantomtor die Gäste vom Kurs abbrachte.

Die Oltner schafften es bei der ersten Auswärtsbegegnung nicht, an das mustergültige Auftreten bei der Lancierung des Viertelfinals anzuknüpfen. Das Kombinationsspiel verlief weit weniger zwingend als noch am Freitag.

Auch mit ihrer gezeigten physischen Präsenz und Konzentration konnten die Oltner den Quali-Achten kaum beeindrucken. Dementsprechend rarer und zufälliger waren die Tormöglichkeiten, welche sich die Auswärtigen erarbeiteten.

Zweimal das Powerplay nicht genutzt

Nachdem in einem ersten Powerplay ausser beidseitigen Sticheleien wenig herausgeschaut hatte, holte sich La Chaux-de-Fonds mit dem 1:0 in der 5. Minute doch noch den bestmöglichen Start. Nachdem Devin Muller noch die aus nächster Nähe spedierte Scheibe am Schoner von Thomas Bäumle abprallen sah, konnte Pierrick Pivron erben.

Mit dem 1:1 in der 11. Minute holte Remo Hirt die Initiative auf die Seite der Oltner zurück. Doch in zwei nachfolgenden Powerplays blieben die Gäste ohne Ertrag, wobei neben Hirt auch Steve Mason zweimal nicht reüssieren konnte. Justin Feser fiel zwischen den Überzahlsituationen zweimal gefährlich auf, ohne jedoch scoren zu können.

Während es Olten in dieser Phase wohl verpasste, den Zug in die richtigen Geleise zu bringen, hielt sich La Chaux-de-Fonds schadlos und deutete in der 20. Minute durch Schüsse von Timothy Kast und Victor Barbero an, dass mit ihnen im Mitteldrittel wieder zu rechnen ist. So fiel das 2:1 in der 23. Minute durch Barbero nach einem Bully zwar wie aus der Kanone geschossen, aber nicht völlig überraschend. Die Mittelländer bleiben in der Folge blass, während die Bergler durch Kast und Muller sofort nachdoppeln wollten.

Forget meldet sich zurück

Doch auszahlen sollte sich der Effort dank Dominic Forget. Der Kanadier, der seinen Landsmann Lee Jinman vom zweiten Ausländerposten verdrängt hatte, verwertete in der 27. Minute einen schnellen Konter der Gastgeber zum 3:1. Damit war so ziemlich das Gegenteil des Oltner Wunschszenarios eingetreten, weil die Neuenburger fortan mit dem Vorsprung und dem Publikum im Rücken in erster Linie auf Gegenstösse lauern konnten.

Die Gäste, die dem Puck zeitweise hinterher laufen mussten, rappelten sich immerhin resultatmässig schnell wieder auf. Feser kam in der 32. Minute das Glück zu Hilfe, als ihn in zentraler Position plötzlich der Puck ereilte und er Damiano Ciaccio nur noch zu bezwingen brauchte.

Das glückliche Los des Anschlusstreffers verwalteten die Oltner nicht gerade geschickt. In der 34. Minute kassierte Mike Marolf wegen Spielverzögerung eine 2-Minuten-Strafe, die schliesslich zur erneuten 2-Tore-Führung der Einheimischen durch Melvin Merola (36. Minute) führte. Ins gleiche Kapitel der unnötigen Strafen gehörte auch ein Ellbogencheck durch Shayne Wiebe in der 47. Minute.

Zum Schluss mit neuem Schwung

Dennoch lancierten die Gäste die Schlussoffensive noch rechtzeitig. Ganz traf mit seinem Hammerabschluss in der 53. Minute zum 4:3. Als 106 Sekunden vor Schluss Forget auf die Strafbank wanderte und die Oltner ohne Goalie gar mit zwei Feldspielern mehr agieren konnten, stand der Match auf Messers Schneide.

Die Oltner belagerten das Gehäuse von Ciaccio. Doch da auch Michael Bochatay im Gegenzug nur den Pfosten des leeren Oltner Tors traf, blieb es beim insgesamt vertretbaren 4:3.

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