Unihockey

Die Ö-Queens sind Schweizer Cupsieger

Zuerst klar im Rückstand, schafften die Unihockeyanerinnen aus Oekingen die Wende und siegten letztendlich klar gegen Unihochey Berner Oberland.

Die Frauen des Unihockeyclubs (UHC) Oekingen holen sich ihren vierten Ligacupsieg der Klubgeschichte. Er musste allerdings hart erarbeitet werden, wie auf der Internetseite des Verbandes nachzulesen ist. Unihockey Berner Oberland (2. Liga Kleinfeld, BEO) leistete starke Gegenwehr, am Ende ging dem Underdog aber die Puste aus. Oekingen gewann mit 17 : 11. Die Frau des Spiels war Jessica Vogel.

Nur schon die Cupfinalteilnahme war für Unihockey Berner Oberland ein Erfolg, spielt der Verein doch in der 2. Liga. Dort aber legen sie eine geschichtsträchtige Saison hin: Bislang gab es 14 Siege in 14 Spielen bei einem Torverhältnis von 185:45 (+140). Das Team, gespickt mit mehreren ehemaligen NLA-Cracks, hatte im Halbfinal Cupfinal-Stammgast UHCevi Gossau ausgeschaltet. Dementsprechend motiviert starteten die Berner Oberländerinnen auch in den Cupfinal gegen Oekingen. Nach 11 Sekunden (!) stand es bereits 1:0 und nach knapp 13 Minuten 5:1 für die Berner Oberländerinnen.

Aufholjagd

Doch dann hatte eine genug davon, dass der Underdog im Rampenlicht stand: Jessica Vogel. Die Frau mit der Nummer 9 ging voran und brachte die Ö-Queens mit einem Hattrick noch vor der ersten Pause zurück ins Spiel. Es war und blieb ein munteres Spiel, das hin und her wog und die 623 Zuschauerinnen und Zuschauer im Wankdorf von den Sitzen riss. Beide Teams spielten offensiv und zur zweiten Pause stand es noch 10:9 für BEO. Oekingen kam, angeführt von Jessica Vogel – zu diesem Zeitpunkt bereits 6-fache Torschützin – immer näher heran.

Im Schlussdrittel schliesslich waren die Kräfteverhältnisse klar: Die Frauen von Unihockey Berner Oberland wirkten stehend k. o., wie auch Monika Egli nach dem Spiel eingestand: «Am Ende haben wir gemerkt, dass uns die Kondition fehlte. Wir waren alle kaputt.» Oekingen auf der anderen Seite machte gehörig Druck und in der 48. Minute gelang Fränzi Müller der Ausgleich zum 11:11. Die Verteidigung von BEO hatte sich dabei etwas gar einfach ausspielen lassen. Aber wie gesagt: Die Bernerinnen waren mit ihren Kräften ganz offensichtlich am Ende. So erstaunte es nicht, dass Oekingen kurz darauf durch Jessica Vogel (wen sonst?) erstmals in Führung ging.

Acht Treffer von Vogel

Darauf hatte BEO keine Antwort mehr. Oekingen gelangen noch fünf weitere Treffer – einen davon erzielte Vogel, womit diese sich unglaubliche acht Treffer notieren liess. «Wir haben im Sommer viel investiert, und die Kondition gab am Ende den Ausschlag für uns», so die Stürmerin nach dem Spiel, ziemlich ausgepumpt und vor lauter Glück kaum im Stande, etwas zu Protokoll zu geben. «Acht Treffer sind mir noch nie in meiner Karriere gelungen.» Perfekt, wenn es ausgerechnet im Ligacupfinal gelingt. Vogel und ihre Kolleginnen siegten mit 17:11 und holten sich den vierten Ligacupsieg in der Klubgeschichte des UHC Oekingen. (mgt/uby)

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