Unihockey
Die «Ö-Queens» und das Torgestänge

Schlimmer gehts nimmer. Die «Ö-Queens» hatten in der Berner Wankdorfhalle Pech, viel Pech. Die Frauen des UHC Oekingen verlieren den Kleinfeld-Cupfinal gegen Gossau 3:4.

Michael Lüthi
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Enttäuschte «Ö-Queens» nach dem verlorenen Liga-Cupfinal gegen Gossau. Marcel Bieri

Enttäuschte «Ö-Queens» nach dem verlorenen Liga-Cupfinal gegen Gossau. Marcel Bieri

Nach einer nervenaufreibenden Schlacht mussten die Oekinger Erstliga-Frauen die Hauptstadt mit hängenden Köpfen verlassen. Ihr erster Cupfinal-Auftritt (Kleinfeld) wurde am Schluss zum Albtraum. Die Partie begann für die Wasserämterinnen denkbar ungünstig: Ein reguläres Tor wurde den Oekingerinnen nicht gegeben. Im Gegenzug netzten die Gossauerinnen ein. Das war bereits der Untergang der Equipe um Trainer Beni Hofer.

Alles wäre angerichtet gewesen für eine grosse Unihockey-Partie. 330 Zuschauer sorgten in der Wankdorfhalle für einen würdigen Rahmen. Aber nach bloss 23 Minuten lag der UHCO bereits mit 0:3 zurück. Doch die Wasserämterinnen liessen es rocken und rollen. Corinne und Miriam Jäggi brachten die Solothurnerinnen bis zur 37. Minute wieder auf 2:3 heran. Und auch auf das 2:4 der überragenden Michele Schulthess in der 45. Minute – sie erzielte drei der
vier Gossauer Tore – hatten die «Ö-Queens» eine Antwort parat. Nur eine Zeigerumdrehung später erzielte wiederum Miriam Jäggi mit ihrem dritten Skorerpunkt das 3:4.

Das wars dann aber. Zur Krönung reichte es den Oekingerinnen nicht mehr. Dies, obwohl sie das bessere Team waren, mehr fürs Spiel machten. Insgesamt siebenmal war dem UHCO die Latte oder der Pfosten im Weg – wieder einmal hatte die verflixte 7 ein Opfer gefordert. Ein Penalty blieb ungenutzt, und zehn Minuten vor Schluss schied Miriam Jäggi, die beste Oekingerin, mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Die Solothurnerinnen powerten, machten Druck, spielten sich Chance um Chance heraus. Gossau dagegen agierte sehr passiv, war nur immer darauf bedacht, den Vorsprung über die Ziellinie zu retten – mit Erfolg.

Trotz allem ein Highlight

«Es hat nicht sollen sein. Es ist leider alles gegen uns gelaufen», sagte der enttäuschte Oekingen-Trainer Beni Hofer und ergänzte: «Wenn man so viele Chancen vergibt, dann reicht es halt nicht.» Der Dirigent der «Ö-Queens» sprach von einem tollen Erlebnis und der tollen Stimmung in der Halle. Die 330 Zuschauer sorgten zu früher Stunde (Anpfiff 9.30 Uhr) für eine würdige Kulisse. «Wir haben in den Playoffs schon vor 400 Zuschauern gespielt. Aber das war in einer Turnhalle. Hier in der Wankdorfhalle war es eine ganz andere Ambiance. Es war trotz allem ein Highlight, eine coole Sache», sagte Hofer. Kleiner Trost: Am Abend führte der UHC Oekingen in Kriegstetten seinen Maskenball durch. Spätestens dann dürften die «Ö-Queens» ihr Lächeln wiedergefunden haben.

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