Frauenfussball
Die «Neue» hats gerichtet – SCD-Trainer Bachmann hatte goldenes Händchen

Derendingens Frauen bleiben mit einem 2:1-Sieg gegen Rapperswil-Jona im Rennen um den Aufstieg in die Nationalliga A. Die eingewechselte Gina Bellabarba erzielte das erlösende 2:1.

Hans Peter Schläfli
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Es war ein geknorze gegen Rapperswil-Jona. Im Bild: Yennifer Alvarez (links), Goalie Tania Chassot und Jessica Berger (pink). (Archivbild)

Es war ein geknorze gegen Rapperswil-Jona. Im Bild: Yennifer Alvarez (links), Goalie Tania Chassot und Jessica Berger (pink). (Archivbild)

Hans Peter Schläfli

«Es war eine erknorzter Sieg», sagte am Ende Denise Marti, und sie strahlte. Mit diesen fünf Worten hatte sie das dritte Aufstiegsspiel der SCD-Frauen extakt zusammengefasst. Derendingen war deutlich überlegen, aber trotz gefühlten 75 Prozent Ballbesitz fiel das erlösende Siegestor erst sechs Minuten vor Schluss.

Nachdem die Derendingerinnen in Lugano dem hohen Erwartungsdruck nicht gewachsen waren und 0:2 verloren, war die Verunsicherung auf der Heidenegg deutlich zu sehen. Die SCD-Frauen waren klar besser als Rapperswil-Jona, aber so richtig gut spielten sie nicht. Da war das frühe 1:0 durch Ilona Sieben eine willkommene Medizin. Derendingen dominierte danach und hätte spätestens beim Lattenschuss von Manuela Marra das entscheidende zweite Tor verdient gehabt.

Doch unmittelbar vor der Pause ein fatales Missverständnis in der Verteidigung. Stephanie Zaugg schnappte sich den Ball und traf über Goalie Martina Rytz hinweg zum 1:1.

Auch in der zweiten Hälfte hatte man immer das Gefühl, dass nun der verdiente Derendinger Führungstreffer bald fallen werde. Rapperswil-Jona spielte mit drei Stürmerinnen und versteckte sich nicht, denn auch die St.Gallerinnen brauchten den Sieg unbedingt, da sie nicht in die Nationalliga B absteigen wollten.

Kurz vor Schluss hatte dann Trainer Urs Bachmann das goldene Händchen. Er wechselte Gina Bellabarba ein und die sorgte mit ihrer ersten Szene für die Entscheidung. Nach einer tollen Kombination, ausgehend von Simone Zahno, war die Defensive der Gäste ausgehebelt. «Ich wusste, dass ich etwas bewirken musste», sagte Bellabarba nach dem Spiel. Weiche Knie habe sie nicht bekommen, als sie plötzlich alleine vor dem gegnerischen Tor stand. «Ich sah, dass der Goalie nicht herausgekommen war und schoss.» Die «Neue» hatte es gerichtet und mit dem 2:1-Sieg wahrte Derendingen seine Chancen im Rennen um den Aufstieg in die Nationalliga A.

Matchtelegramm:

Derendingen – Rapperswil-Jona 2:1 (1:1)

Heidenegg. - 200 Zuschauer.

Tore: 9. Sieben 1:0. 45. Zaugg 1:1. 84. Bellabarba 2:1.

Derendingen: Rytz; Hawker, Stampfli, Vögeli, Bünger; Alvarez (65. Grob), Marti, Truttmann; Sieben (83. Bellabarba), Zahno, Marra (85. Das Chagas).

Rapperswil-Jona: Bahr; Geissmann, Merckling, Bürgi, Antonazzo; Acosta (86. Piceci), Feldmann, Knöpfel; Kraft (81. Eigenmann), Zaugg, Küpfer.

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