Fussball 1. Liga

Die Mannschaft von Hans-Peter Zaugg gewinnt gegen Thun II nach einer 2:0-Führung noch mit 4:2

Der FC Solothurn ist in der Tabelle im oberen Mittelfeld platziert und hat somit weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun. (Archiv)

Der FC Solothurn ist in der Tabelle im oberen Mittelfeld platziert und hat somit weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun. (Archiv)

Nach der sicher geglaubten 2:0 Führung nach der ersten Spielhälfte brachte der Thuner Markovic seine Mannschaft mit zwei Treffern wieder zurück ins Spiel. Doch die Solothurner fanden die richtige Antwort. Fleury erzielte in der 80 Minute den 3:2-Führungstreffer und Osaj machten den Sack mit dem 4:2 in der Verlängerung definitiv zu.

Dank einer Willensleistung holte sich Solothurn beim Thuner Nachwuchs mit diesem 4:2 den dritten Sieg in Serie. Die Ambassadoren waren ins Berner Oberland gereist, um das gegenwärtige Hoch fortzusetzen. Dezidiert nach vorne fokussiert, gelang es ihnen, das Heft in die Hand zu nehmen. Gegen die technisch gut ausgebildeten Platzherren, die rasch und überfallartig Gefahr aufziehen konnten, war diese konzentrierte Grundhaltung wichtig. Die Handschrift von Trainer-Fuchs Hans-Peter «Bidu» Zaugg wird langsam erkennbar. Seine Einwirkungen werden immer besser umgesetzt.

Umstellungen, seien sie wegen Verletzungen oder Sperren, beeinträchtigen das Mannschaftsgefüge nicht. Der geschlossene Auftritt und die Kampfbereitschaft vergrösserten das Fundament für den verdienten Sieg. Die Besucher liessen den Ball gut zirkulieren, kombinierten gut. Die beiden letzten Spiele mit den Zu-Null-Siegen verliehen Sicherheit. Zielgerichtete Laufarbeit begleitete den Führungstreffer durch Zayas (21.). In der zweiten Nachspielminute der ersten Hälfte zahlte sich die offensive Grundhaltung ein zweites Mal aus: der aufgerückte Innenverteidiger Waylon Grosjean realisierte im Nachgang zu einem Fleury-Eckball das 0:2.

Herrlicher Fleury-Freistoss

Thun war zu einer Reaktion gezwungen. Die Temposteigerung alleine genügte nicht. Vielmehr brauchte es Eigenfehler und Ballverluste des Gegners im Mittelfeld. Diese nützten die Berner schonungslos aus. «Dies ist tödlich und macht es in der eigenen Hälfte schwierig», sah es Zaugg. Nach dem Anschlusstreffer Markovics (57.) nützen die Oberländer ihren Aufwind im gleichen Masse wie die Solothurner in ein Loch gerieten. Trotz des Ausgleichs durch Doppeltorschütze Markovic blieb es ein Zwischentief (70.). «Wir hatten eine schwache Phase nach den zwei Gegentoren und ich dachte ganz ehrlich, es ist gut wenn wir dieses 2:2 halten können», hielt Zaugg fest.

Doch diese momentane Labilität konnte seine Truppe auffangen und umkehren. Auslöser war das herrliche Freistoss-Tor von Fleury rechts um die Thuner Abwehrmauer herum aus 25 Metern (80.) zum 2:3. Aber es brauchte auch Glück wie in der 91. Minute, als Wenger zentral postiert mit seinem Kopfball auf einen Henzi-Freistoss nur die Latte traf. In dieser mit Vehemenz forcierten Schluss-Druckphase der Gastgeber gelang den Solothurnern mit einem klassischen Konter über Zayas zu Osaj – er schloss seinen zielstrebigen 50 Meter-Lauf überlegen mit dem vierten Treffer ab – die definitive Entscheidung (92.). «Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, keiner ist abgefallen», attestierte Zaugg seinem Team.

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