Natürlich war man als Gast in Küsnacht gewarnt vor der Spielstärke der GCK Lions. Die Vorteile der Zürcher liegen seit jeher in deren Spielfreude und derem unbekümmerten Auftreten. Eine Stärke, die heuer noch ausgeprägter scheint, als in der Vergangenheit.

Bereits nach knapp vier Minuten lagen die Jungs von Olten-Coach Scott Beattie so mit 0:1 zurück. Die Lions waren ein steter Gefahrenherd in einem Spiel, das vom Tempo lebte. Doch während die Gastgeber ihren Part, mit einer kurzen Pause zu Beginn des letzten Abschnitts, bis zum Ende durchzogen, bauten die Oltner ab – und zwar punkto Genauigkeit als auch Gefährlichkeit.

0:2 nur 39 Sekunden vor der ersten Pause

Dies hatte zur Folge, dass selbst die Überzahlspiele keine echten Vorteile brachten. Vielmehr kamen die Gäste sogar bei fünf gegen vier nur knapp um den zweiten Verlusttreffer herum.

Das 2:0 fiel dann doch noch innerhalb der ersten 20 Minuten. Die Zürcher hatten alle Zeit der Welt, gleich viermal aus zentraler Position auf Bäumle zu feuern, ehe Diem den letzten Abpraller schliesslich nutzte. Das Ganze bloss noch 39 Sekunden vor der ersten Pause.

Powerplay-Demonstration

Wie ein Powerplay zu spielen wäre, demonstrierten die Lions in Abschnitt zwei, als sie gleich dreimal Gelegenheit dazu erhielten. Wie an der Schnur gezogen zirkulierte die Scheibe im Gästedrittel von einer Kelle zur anderen, ehe Tremblay vor dem Tor einen Raffainer-Knaller zur Vorentscheidung ablenkte.

Zwar liessen die Zürcher die nächste Gelegenheit bei Spielmitte aus, doch die nächste folgte noch im selben Abschnitt – 4:0 durch Heitzmann.

Mit umgestellten Linien

Und doch hatten die Gäste die Hoffnungen noch nicht ganz aufgegeben. Beattie stellte die Linien um, tauschte Wiebe und Schild, und das zeigte Wirkung. Olten spielte auf einmal wieder schneller und präziser, doch zu Toren kamen die Gäste erst nach gut 46 Minuten.

Erst entwischte das Duo Wiebe/Feser zum 4:1, und dann machte es ihm das Trio Hirt/Ganz/Wüst gleich und brachte tatsächlich noch einmal etwas Spannung in die Partie zurück. Doch nur, bis sich in der 52. Minute der nächste Oltner in die Kühlbox verabschiedete. Und weil noch drei weitere kleine Ausschlüsse folgten, war das Ding dann doch schon acht Minuten vor dem Ende gegessen.

Steigerung ist angesagt

Es werden mit Sicherheit auch noch andere namhafte Mannschaften in Küsnacht Punkte liegen lassen, sollten die Lions auch in Zukunft derart stark aufspielen Olten gegen Olten. Als Ausrede darf die Stärke der Löwen aber nicht herhalten. Nicht für eine Mannschaft, die auch in dieser NLB-Saison wieder nach Höherem strebt.