Fussball
Die Junioren des FC Solothurn gewinnen den Indoor-Cup

Fussball Bereits zum 18. Mal wurde im Sportzentrum Zuchwil der Indoor-Cup ausgetragen – Die Nachwuchskicker des FC Solothurn durften sich dabei als verdiente Sieger feiern lassen

Hans Peter Schläfli
Merken
Drucken
Teilen
Die Junioren vom FC Solothurn feiern den Titel am Indoor-Cup 2015.

Die Junioren vom FC Solothurn feiern den Titel am Indoor-Cup 2015.

Hans Peter Schläfli

Die meisten Mannschaften gingen es am Sonntag (Turnier 3. Liga bis 2. Liga inter) locker an, wollten Fussball spielen und Spass haben. Einige nahmen den Indoor-Cup etwas ernster, darunter auch die FCS-Junioren, die mit viel Ehrgeiz – aber trotzdem sehr fair – zur Sache gingen. «Klar, dass die Jungen immer gewinnen wollen, wir waren als Teenager auch so», sagte Vincenzo Salerno, Trainer beim FC Biberist, der bis in den Final vorstiess, über den Gegner, der schliesslich durchaus verdient 1:0 gewann und den Siegerpokal in Empfang nehmen durfte.

Bellachs Goalie Samuel Willi dirigiert sein Team.
6 Bilder
Ein Solothurner setzt sich im Final gegen zwei Biberister durch.
Szene aus dem Match Iliria - Solothurn.
Szene aus dem Match Welschenrohr - Italgrenchen.
Szene aus dem Match Leuzigen - Italgrenchen.
Szene aus dem Match Leuzigen - Italgrenchen.

Bellachs Goalie Samuel Willi dirigiert sein Team.

Hans Peter Schläfli

Auch bei den anderen Turnieren ging es spannend zu und her. Im Nachtturnier (4. und 5. Liga) am Samstag überstand Fulgor trotz zwei Zeitstrafen (!) die letzten Sekunden gegen Gerlafingen ohne Gegentor und der Final endete 2:2. Auch im Penaltyschiessen hatten die Wasserämter kein Glück und die Grenchner gewannen mit viel Glück den Pokal.

Kroaten wie einst Dänemark

Weil sich für ein komplettes Turniertableau eine Mannschaft zu wenig angemeldet hatte, fragte Roland Baumann vom Zuchwiler OK einen Schiedsrichterkollegen an, und dieser trommelte kurzfristig ein Team zusammen, das unter dem Namen HNK Croatia am Samstagmorgen am Veteranenturnier teilnahm. Und die Kroaten machten es wie einst Dänemark an der Europameisterschaft 1992, als die Dänen kurzfristig anstelle des wegen des Krieges ausgeschlossenen Jugoslawiens eingeladen wurden und den EM-Titel eroberten. Die Kroaten spielten unbeschwert auf und gewannen das Veteranenturnier, aber weil sie einige nicht lizenzierte Spieler in ihren Reihen hatten, geht der Titel des Solothurner Hallenmeisters an den Finalgegner Derendingen.

Bei den Senioren 30+ gelang Iliria ein souveräner Start-Ziel-Sieg. Nach dem ersten Platz in der Gruppe A ging es im Final mit einem 8:1 gegen Oltenese beeindruckend weiter. Den Italienern aus Olten ging die Luft aus, weil sie mit nur fünf Spielern angetreten waren.

Die meisten Mannschaften sehen den Indoor-Cup als lockeren Einstieg in die Vorbereitung auf die Frühlingsrunde. Bellachs Trainer Slobodan Banjalic war zum Beispiel nur als Zuschauer auf der Tribüne. «Das organisieren die Spieler, die mitmachen wollen, ganz alleine, da braucht es mich nicht», erklärte Banjalic.

«Wir beginnen diese Woche das Training und meine Spieler haben mich positiv überrascht», sagte Vincenzo Salerno vom Wintermeister Biberist. Er freut sich bereits jetzt auf das Trainingslager auf Gran Canaria. «Die meisten wichtigen Spieler sind dabei. Wir werden taktisches Verhalten und Standardsituationen üben. Es wird kein Konditionstraining geben», verspricht Salerno seinen Spielern.

Trainingslager macht keinen Sinn

Nicht alle Zweitligisten haben es so gut wie Biberist. «Unsere Spieler nehmen die ganzen Ferien im Sommer, um in die Heimat zu reisen», erklärt Präsident Hasan Kuci die Situation bei Iliria. «Wenn nur noch wenige freinehmen können, macht ein Trainingslager keinen Sinn.» Auch der Berner Zweitligist Herzogenbuchsee muss auf ein Trainingslager verzichten. «Die jungen Spieler möchten gehen, die älteren, die schon Kinder haben, wollen nicht», sagt Trainer Cafer Suna. Nun wolle er mit Buchsi wenigstens noch vor dem Saisonstart ein verlängertes Wochenende ins Tessin trainieren gehen.

«Das ist nicht unser Terrain, es müsste etwa 10 Zentimeter tiefer sein.» So beschrieb Welschenrohrs Trainer Christoph Büschi die Grundhaltung seiner Mannschaft am Indoor-Cup. «Die Teilnahme ist freiwillig. Die meisten älteren Spieler haben verzichtet.» Auch für Büschi geht das Vorbereitungsprogramm nächste Woche los, und der Höhepunkt werde das Trainingslager in Malta.