Golf

Die Jungen ziehen an den Alten vorbei

Die jüngeren Spieler waren an der diesjährigen Swiss PGA Meisterschaft in Luterbach im Vorteil. Der 28-jährige Raphaël De Sousa aus Genf holt sich den Titel.

Spieler der jüngeren Generation sorgten auf dem Golfplatz Wyliof für Aufsehen. Nicht bloss der Genfer De Sousa (28), sondern auch der 25-jährige Claudio Bläsi, der sich mit De Sousa am letzten Turniertag bis Loch 16 ein Kopf an Kopf Rennen leistete, bestach durch seine Leistung. Vorjahressieger André Bossert (47) musste sich geschlagen und mit dem achten Platz unter 72 Teilnehmern zufrieden geben. Den teilte er sich untern anderen mit Lokalmatador Alexandre Chopard.

Für eine kleine Sensation sorgte die einzige Frau im Feld, Florence Lüscher (29), die am ersten Spieltag problemlos in Führung ging, diese aber nicht halten konnte. «So ist das im Golf. Das Blatt kann sich von einem Loch zum nächsten wenden», erwähnt Peter Schwager, Generalsekretär von Swiss PGA, und sagt weiter: «Es ist jedoch eine grossartige Leistung, dass die einzige Lady des Turniers bis zum Schluss unter den besten fünf mithalten konnte.»

Viel Aufwand für Topzustand

Es braucht eine Menge Arbeit, um ein Turnier wie dieses auf die Beine zu stellen. Jeden Morgen pünktlich um 5.30 Uhr machten sich die 12 Männer der Platzpflege des Golfplatzes Wylihof mit ihren Rasenmähern an die Arbeit und bereiteten die 65 Hektaren Rasen präzise vor. «Der Golfplatz war jeden Tag in einwandfreiem Zustand. Wir haben durchwegs positive Rückmeldungen von Spielern, wie auch von Zuschauern bekommen.» meint Schwager, und fügt hinzu: «Sogar bessere Wetterkonditionen hätten wir uns nicht wünschen können.»

Wie Schwager erhofft sich auch Roland Meyer, der Geschäftsführer des Wylihof, durch erfolgreiche Turniere wie dieses einen weiteren Golf-Boom. Die Schweiz ist mit knapp 100 Golfplätzen bestimmt noch keine Golfernation, doch hat sich die Anzahl in den letzten 20 Jahren verdoppelt. «Deshalb ist es auch wichtig, viel Energie in die Juniorenförderung zu investieren.» sagt Meyer und weist auf den Tigerpark hin, wo die Jüngsten mit fünf Jahren bereits erste Abschläge üben können. Die Bemühungen fruchten: mit 120 Junioren ist der Wylihof auf einem guten Weg.

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