Karate
«Die Heim-EM war ein superlatives Erlebnis»

Für Marco Luca aus Grenchen war die EM im Einzel nach zwei Kämpfen vorbei. Obwohl er sich sportlich mehr erhofft hatte, war der Anlass in Kloten ein einmaliges Erlebnis.

Andreas Fretz, Kloten
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Solothurner Zeitung

Marco Luca ist ein Strahlemann. Daran mochte auch das frühe Ausscheiden in der Kategorie bis 84 kg nichts ändern. Dabei hatte der 30-Jährige durchaus Ambitionen. Bei seiner ersten EM-Teilnahme 2008 war er Siebter geworden. «Von einer Medaille träumt jeder», sagte Luca vor dem Wettkampf. Aus dem Traum wurde nichts, dennoch war Luca mit seiner Leistung zufrieden. Besonders angetan war er aber von der Atmosphäre in der gut gefüllten Klotener Eishockey-Arena.

«Da bin ich im Tunnel»

«Die Heim-EM war ein superlatives Erlebnis», schwärmte er. Zwar nimmt man unmittelbar vor und während dem Kampf wenig wahr. «Da bin ich im Tunnel», so Luca. «Aber nach einem Punktgewinn, in dem Moment, in dem man sich wieder sammelt, hört man schon, was auf der Tribüne abgeht.»

Und einige Punktgewinne gab es durchaus zu bejubeln. Nach einem Freilos bezwang Luca in der zweiten Runde den Deutschen Leistenschneider mit 2:1. Danach unterlag er dem Franzosen Taumotekava mit 2:4. Bereits früh kassierte Luca einen Kick, kam aber nochmals auf 2:3 heran. «Ich habe gut gekämpft, das ist es, was für mich zählt», sagte Luca nach dem Aus.

Hätte der Franzose anschliessend seinen Pool gewonnen, hätte Luca gar über die Hoffnungsrunde nochmals in den Medaillenkampf eingreifen können. Doch Taumotekava schied zwei Kämpfe später mit 0:1 gegen den späteren EM-Zweiten aus. «Es ist ein komisches Gefühl, wenn das eigene Schicksal von einem anderen Kämpfer abhängt», sagte Luca.