Handball

Die Handballer von Langenthal/Solothurn steigen in die 2. Liga ab

Kurzes Gastspiel: Für Nicolo Moggi (am Ball) und Langenthal/Solothurn war die Hürde zu hoch. Marcel Bieri

Kurzes Gastspiel: Für Nicolo Moggi (am Ball) und Langenthal/Solothurn war die Hürde zu hoch. Marcel Bieri

Die Spielgemeinschaft Langenthal/Solothurn hat in der 1. Liga nur ein kurzes Gastspiel gegeben. Nach der 25:30-Niederlage gegen Dietikon-Urdorf steigt die Mannschaft ab. Ein Abschied mit Nebengeräuschen.

Die Partie war bezeichnend: Gegen Dietikon-Urdorf hielt die Mannschaft von Trainer André Bichsel lange gut mit. Sie diktierte das Geschehen in der Turnhalle Hard in Langenthal über weite Phasen. Was ihr erneute fehlte, war die fehlende Konstanz. Ein Manko, das sich wie ein Roten Faden durch die Erstligasaison zog. Besonders bitter war das Verdikt am Samstag. Nach der 25:30-Niederlage gegen Dietikon-Urdorf steigen die Oberaargauer in die 2. Liga ab.

Es ist das Ende einer Saison, die für die neu ins Leben gerufene Spielgemeinschaft als Aufbruch gedacht war. Vom TV Solothurn sollten jene Spieler den Weg in den Oberaargau finden, denen es nicht für die Nationalliga B-Mannschaft reichte. Die Idee vom Überlaufbecken wurde indes zum Rohrkrepierer. Bis vor wenigen Wochen suchte man auf den Matchblättern vergebens Namen von Spielern aus der Ambassadorenstadt. «Man kann es nicht anders sagen: Der Austausch hat nicht funktioniert, zumindest nicht so, wie er angedacht war», hält Sportchef Markus Quaile ernüchtert fest.

Spieler heuerten bei Biberist an

Paradoxerweise verstärkten Solothurner Akteure nicht die Langenthaler, sondern mit Biberist das andere Partnerteam in der 2. Liga. André Bichsel versteht diese Massnahme ebenfalls nicht. «Erst als die Biberister ihre Aufstiegsambitionen begraben hatten, erhielten wir Unterstützung», schüttelt Bichsel den Kopf. Nur: Da war es für eine Korrektur zu spät. In der Abstiegsrunde blieben die Langenthaler trotz teilweise guten Leistungen bisher ohne Sieg.

Für HVL ist die Relegation kein Weltuntergang, beurteilt Markus Quaile das Verdikt. «Wir werden alles versuchen, um den sofortigen Wiederaufstieg zu realisieren.» Ob mit oder ohne Unterstützung des TV Solothurn weiss der Sportchef noch nicht. «Wir werden auf jeden Fall eine Lagebeurteilung vornehmen müssen,»

Kommunikation verbessern

Ähnlich tönt es bei André Bichsel. Der 45-Jährige, der mit dem TV Suhr als Spieler zweimal Meister wurde, möchte die begonnene Arbeit beim oberaargauer Klub gerne fortsetzen. Sein Vertrag ist zwar für die 1. Liga ausgestellt. «Wenn der Verein Interesse hat, würde ich eine dritte Saison anhängen.» Das Potenzial für eine 1. Liga-Mannschaft sei vorhanden, ist Bichsel überzeugt. Luft nach oben hat auch die Kommunikation zwischen den Verantwortlichen des HVL und dem TV Solothurn.

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