Solothurner Fussball
Die halbe 2. Liga hat Abstiegsängste

Halbzeit in der höchsten Regionalliga: In der hinteren Tabellenhälfte der 2. Liga im Kanton Solothurn herrscht ein richtiges Gerangel. Nur drei Punkte trennen den FC Niederbipp auf Platz sieben vom Schlusslicht Zuchwil.

Raphael Wermelinger
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Welschenrohrs Captain Manuel Müller im Derby gegen den FC Mümliswil.

Welschenrohrs Captain Manuel Müller im Derby gegen den FC Mümliswil.

Markus Müller

Sechs Klubs zittern nach der ersten Saisonhälfte um den Verbleib in der 2. Liga: Niederbipp, Bellach, Deitingen, Welschenrohr, Mümliswil und Zuchwil. Eines haben die Sechs gemeinsam: Sie müssen befürchten, dass aus der interregionalen 2. Liga zwei Solothurner Klubs absteigen. Aktuell liegt der FC Subingen in der Gruppe 5 der 2. Liga inter nämlich auf dem 13. Platz, der FC Iliria sogar auf dem Schlussrang. Wenn beide Klubs absteigen, müssen Ende Saison drei statt zwei Zweitligisten den Gang in die 3. Liga antreten.

«Ich bin fast sicher, dass es in dieser Saison drei Absteiger geben wird», sagt denn auch Welschenrohrs Trainer Christoph Büschi, der mit seiner Mannschaft auf diesem ominösen zehnten Platz überwintert. Seine Kampfansage an die Konkurrenz: «Auch wenn drei Mannschaften absteigen sollten, wir werden nicht zu diesen Drei gehören.»

War Welschenrohr in der Vorsaison als Ranglistenvierter noch das Überraschungsteam der Liga, sind die Thaler nun also auf dem Boden der Realität angelangt. Für Unruhe sorgte zu Beginn der Saison der Abgang des Brüder-Duos Agon und Burim Musiqi. Die Offensivspieler haben sich mittlerweile dem Drittligisten FC Oensingen angeschlossen. FCW-Coach Christoph Büschi wollte diese Abgänge nicht kommentieren und sieht diese auch nicht als Grund für die durchzogene Vorrunde.

«Wir hatten ein paar wenige Aussetzer, zum Beispiel gegen Zuchwil und Härkingen, als wir wirklich schwach gespielt haben», begründet er die Platzierung. «Ansonsten waren die Spiele aber sehr eng. Uns fehlte einfach zu oft die nötige Durchschlagskraft in der Offensive, aus diversen Gründen.» Zehn erzielte Tore seien schlicht zu wenig. Nun gelte es, die Winterpause optimal zu nutzen, so Büschi: «Wir müssen uns zusammenreissen und in der Rückrunde vor allem physisch voll auf der Höhe sein. Welschenrohr muss für jeden wieder ein hartnäckiger und unliebsamer Gegner werden, wie es in den letzten Jahren der Fall war.»

Ob Transfers Sinn machen, müsse zuerst mit der Klubleitung diskutiert werden. Wenn es zu Zuzügen komme, werde er vor allem auch darauf achten, dass die Neuen auch vom Charakter her ins Team passen, streicht Büschi hervor. Nur gut Fussball zu spielen, reiche bei einem familiären Verein wie dem FC Welschenrohr nicht.

Endlich wieder Heimspiele

Zweitletzter ist der FC Mümliswil. 2016 war für die Guldentaler wahrlich kein einfaches Jahr. Wegen der Sanierung des Sportplatzes Brühl konnte der FCM 2016 kein einziges Heimspiel austragen. Sämtliche elf Spiele der Rückrunde 2015/16 sowie die gesamte Vorrunde 2016/17 spielten Mümliswil in der Fremde. «Dass wir endlich wieder daheim vor unseren Fans, die uns so tatkräftig unterstützen, antreten können, wird für uns ein Pluspunkt sein in der Rückrunde», hofft Trainer Bruno Kaufmann.

Er hätte nicht damit gerechnet, dass sein Team zur Halbzeit in der Tabelle so weit hinten anzutreffen sei, ja sogar im Abstiegskampf stecke. Beunruhigt ist Kaufmann darob aber nicht, denn: «Unsere Leistungen waren definitiv besser als unsere Klassierung. Abgesehen von drei Spielen lieferten wir gute oder sehr gute Leistungen ab.» Doch das Glück sei den Guldentalern definitiv nicht hold gewesen in der Vorrunde. «Ich möchte nicht mehr auf Details eingehen, aber es ist sehr viel gegen uns gelaufen», so Kaufmann. Es stimme ihn positiv, dass seine Mannschaft noch viel Luft nach oben habe: «In den meisten Spielen hatten wir deutlich mehr Chancen als der Gegner, leider war die Chancenverwertung nicht gut. Aber ich muss jetzt sicher nicht mein ganzes System hinterfragen.» Es sei wichtig, dass Mümliswil in der zweiten Saisonhälfte die Duelle gegen die direkten Abstiegskonkurrenten gewinne, sagt Kaufmann: «Diese Sechs-Punkte-Spiele haben wir in der Vorrunde teilweise unglücklich verloren, das darf sicher nicht mehr passieren.»

Keine Prognose möglich

Es wird in der Rückrunde wohl ein richtiges Gerangel geben um die rettenden Plätze. Denn bis jetzt ist kein Team abgeschlagen. Selbst das Schlusslicht Zuchwil könnte sich nur schon mit einem Sieg auf den siebten Platz verbessern. Dabei musste man sich am Anfang noch Sorgen machen um den Aufsteiger aus der 3. Liga. Nach vier Partien stand der FC Zuchwil immer noch ohne Punkte da und hatte bereits 18 Gegentore kassiert. Der Befreiungsschlag kam mit dem 7:1-Kantersieg gegen den FC Deitingen. Mit zwei weiteren Siegen haben die Zuchwiler ihre Ansprüche auf einen Platz in der höchsten Spielklasse des Kantons deutlich gemacht. Der Abstiegskampf wird mit dem Rückrundenstart am 1. April endgültig lanciert.

 2. Spieltag: Grenchen - Bellach 4:2
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 3. Spieltag: Fulenbach - Härkingen 0:2
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 4. Spieltag: Trimbach - Welschenrohr 0:0
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 5. Spieltag: Biberist - Blustavia 4:0
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 6. Spieltag: Welschenrohr - Mümliswil 2:1
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 7. Spieltag: Zuchwil - Niederbipp 2:0
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2.-Liga-Vorrunde
 8. Spieltag: Trimbach - Biberist 1:0
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 9. Spieltag: Fulenbach - Grenchen 1:4
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 11. Spieltag: Härkingen - Niederbipp 1:0
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2. Spieltag: Grenchen - Bellach 4:2

Hanspeter Bärtschi

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