Die Grossmatthalle in Kirchberg bleibt auch nach der denkwürdigen Euro Floorball Tour mit dem historischen ersten Sieg über Schweden im 67. Anlauf im Blickpunkt der Unihockey-Schweiz.

Im November trägt Schweizer Meister Wiler Ersigen alle Heimspiele in der «Grossmatt» aus, darunter auch der Cup-Kracher gegen Köniz vom 19. November. Schon an diesem Wochenende stehen drei Spiele in Kirchberg an.

Furioser Schlussspurt

Mit einem furiosen Schlussspurt hatten sich die Leistungsteams des SV Wiler-Ersigen in die Natipause verabschiedet. Gleich vier «Stängeli» resultierten aus den vier Partien.

Der Meisterschaftsunterbruch kam also eigentlich zur Unzeit. Da zudem mehr als ein Dutzend SVWE-Spieler mit diversen Nationalteams unterwegs waren, war es für die U18-, die U21- und die NLA-Equipe nicht einfach, den Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Doch mit solchen Situationen hat Wiler-Ersigen Erfahrung. Und schliesslich konnte der Grossteil dieser Spieler immerhin in der heimischen Arena in Kirchberg viel Motivation tanken mit den Auftritten in der A-Nati und der U19-Auswahl. Nach der dreiwöchigen Natipause geht es nun für die Leistungsteams mit Vollgas weiter, alle drei Teams bestreiten eine Doppelrunde.

Wann findet Chur aus Krise – und bleibt Uster im Hoch?

Der SV Wiler-Ersigen reist am Samstag zum kriselnden Chur, ehe der Meister am Sonntag in Kirchberg gegen das zuletzt stark aufspielende Uster antritt (17.30). Wiler ist selbstredend zweimal Favorit, trifft es doch auf Teams aus der hinteren Tabellenhälfte. Am Samstag heisst der Gegner Chur Unihockey.

Die Bündner sind bislang die Enttäuschung der Saison und haben erst sieben Punkte auf dem Konto. Vor allem in der Defensive präsentierte sich Chur nicht Playoff-würdig. Finden die Steinböcke ausgerechnet gegen den SVWE aus der Negativspirale? Konnte die dreiwöchige Pause genutzt werden, um die Mängel zu beheben und neue Moral zu tanken?

An der Berger-Truppe liegt es, von Beginn weg konzentriert und konsequent zu agieren, damit die Bündner erst gar nicht in Fahrt kommen, denn nach wie vor stehen gefährliche Stimmungsspieler bei Chur im Team.

Eine ganz andere Ausgangslage

Tags darauf ist die Ausgangslage eine ganz andere. In der «Grossmatt» ist der UHC Uster zu Gast. Nach drei Niederlagen zum Saisonbeginn steigerten sich die Zürcher markant, reihten Punkt an Punkt, und schossen dabei Tore am Laufmeter.

Erst in den Schluss-Sekunden der Partie gegen Malans (innert 70 Sekunden vom 6:5 zum 6:8) wurde dieser Lauf gestoppt. Das von U19-Naticoach Simon Meier trainierte Team ist bekannt dafür, dass es nicht nur hinten reinsteht, sondern das Spiel gestalten will. Eine attraktive und offensiv geführte Partie ist zu erwarten.