Inline Hockey

Die Gekkos haben einen langfristigen Plan

Den Gekkos Gerlafingen steht eine schwierige NLB-Saison bevor. Nach der Auftaktniederlage gelang dem Team von Marc Lange beim 7:4-Sieg gegen Rotenfluh die Korrektur.

Die Nacht legte sich sanft über die Sportanlage im Kirchacker in Gerlafingen. Einer war aber hellwach. Stefan Siegrist erzielte nach 22 Sekunden den Führungstreffer gegen die Baselbieter Red Rocks. Paradoxerweise versetzte der Blitzstart das Heimteam in einen Halbschlaf und war auf der anderen Seite ein Weckruf für das Gästeteam. Mit drei Toren im Startdrittel bestraften die Rothenfluher die Gekkos für ihre Passivität. Die Startphase ähnelte der Auftaktpartie gegen die Jurassier aus Buix. Vor drei Wochen verspielte das Team einen Viertore-Vorsprung und musste sich in der Verlängerung 6:7 geschlagen geben. Soweit kam es gegen Rothenfluh nicht. Mit einem Zwischenspurt im zweiten Drittel gelang den Gekkos die Wende.

Marco Kummer vergibt Grosschance für die Gekkos.

Marco Kummer vergibt Grosschance für die Gekkos.

Der holprige Beginn in die neue NLB-Saison kommt für die Solothurner nicht überraschend. Die Mannschaft hatte zuletzt einige Wechsel zu verkraften «Ausserdem ist die Kaderdecke sehr dünn», sagt Klub-Präsident Michael Buacher. Verdienstvolle Spieler sind seit der Vereinsgründung im Jahr 2000 in die Jahre gekommen. Ihr Lebensmittelpunkt hat sich seither verschoben. «Sei es beruflich oder familiär», erklärt Buacher. Die Kunst für ihn und seine Kollegen besteht nun darin, die vorhandenen Lücken so gut wie möglich zu schliessen. Grund zur Zuversicht ist angebracht. Die Gekkos stellen fünf Teams, wovon drei im Nachwuchs.

In fünf Jahren in der NLA

Einen Aderlass hatte der Verein nicht nur im NLB-Team zu beklagen. Aus dem siebenköpfigen Vorstand traten l vier Mitglieder zurück. Der zu befürchtende Kollaps blieb indessen aus. «Wir konnten sämtliche Positionen neu besetzen, was für das Innenleben spricht», sagt der 31-jährige Buacher.

Der Präsident weiss sehr wohl, dass auf ihn und den Klub weitere Aufgaben warten. Inline Hockey hat seit seiner Blütezeit in den 1990-Jahren an Kredit eingebüsst. Aus dem damaligen Hype ist eine normale Randsportart geworden, die sich der starken Konkurrenz Fussball und Turnverein stellen muss. «Das gelingt uns nicht schlecht», freut sich Buacher. Der Klub zählt knapp 100 Mitglieder und ist im Ort integriert. Damit die Akzeptanz noch zunimmt, wäre ein nächster Schritt vonnöten und der lautet Aufstieg in die Nationalliga A. «Das ist unser langfristiges Ziel», skizziert Buacher. Er hat sich sich einen Zeithorizont von vier bis fünf Jahren gesetzt.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1