Eishockey
Die Gala des Paul Di Pietro beim Sieg des EHC Olten gegen die SCL Tigers

Oltens Paul Di Pietro sorgte gegen die SCL Tigers für die Entscheidung. Der 43-jährige Altmeister bereitete die beiden Powerplay-Tore zum 3:1 vor und versetzte schliesslich den Tigern mit dem 4:1 den K.o.-Schlag.

Markus Angst
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Wie in den besten Zeiten: Paul Die Pietro bezwang die Tigers fast im Alleingang.

Wie in den besten Zeiten: Paul Die Pietro bezwang die Tigers fast im Alleingang.

HR.Aeschbacher

Die 4303 Zuschauer im Kleinholz sahen die erste magische Nacht des EHC Olten in der noch jungen und – bis jetzt eher verkorksten Saison. Und sie sahen einen magistralen Paul Di Pietro, der einen Monat nach seinem 43. Geburtstag mit einem Tor und zwei Assists massgeblichen Anteil am 4:1-Sieg gegen die Emmentaler hatte.

Die Powerplay-Könige sind zurück

Beide Assists buchteder kanadische Altmeister im Überzahlspiel – womit die Oltner – endlich– zu ihrer alten Powerplay-Stärke zurückfanden. Und dies erst noch zu einem extrem wichtigen Zeitpunkt. Denn nachdem Justin Feser, der in der 12. Minute das Führungstor geschossen hatte, in der 25. Minute als hinterster Mann an der blauen Linie den Puck an den von der Strafbank kommenden Tom Gerber verloren und so Langnau das 1:1 durch Raphael Kuonen ermöglicht hatte, standen die Gäste dem 1:2 mehrmals bedrohlich nahe. So trickste Lukas Haas, der schon in der 17. Minute das leere Tor verpasst hatte, in der 32. Minute seinen letztjährigen Teamkollegen Thomas Bäumle aus, verlor dann aber die Kontrolle über den Puck.

Und vier Minuten später scheiterte Philippe Ryf während eines SCL-Powerplays mit einem Schuss von der blauen Linie am glänzend reagierenden EHCO-Keeper. Statt 1:2 hiess es wenig später 3:1, als erst Marco Truttmann (38. Minute) auf Pass von Di Pietro und Feser während eines Ausschlusses von Rüegg und dann Topscorer Shayne Wiebe (46. Minute) auf Zuspiel von Pargätzi und Di Pietro bei einer Strafe gegen Sterchi die numerische Überlegenheit ihres Teams ausnützten. Drei Minuten vor Schluss raubte Di Pietro nach einem genialen Zuspiel Brunners den Langnauern die letzten Hoffnungen und setzte seiner persönlichen Leistung und derjenigen seines Teams die Krone auf.

Die Oltner hätten den Match – wie schon mehrmals in der laufenden Saison – schon im ersten Drittel vorentscheiden können. Gefühlte 75 Prozent des Geschehens spielten sich in den ersten 20 Minuten im Verteidigungsdrittel der SCL Tigers ab. Doch zu mehr als einem haltbaren Weitschusstor Fesers von der blauen Linie in die Fanghandecke von Giovannini reichte es nicht.

Tigers ohne Ausländer

Immerhin standen die Oltner hinten so kompakt, dass die Emmentaler, die ohne Juraj Kolnik (verletzt) und Anton Gustafsson (krank) sowie noch ohne die EV-Zug-Ausleihe Rob Schremp und deshalb ohne Ausländer antraten, erst gegen Ende des Startdrittels zu ihren ersten Chancen kamen. Allerdings änderte sich dieses Bild nach Haas’ erster grosser Torchance in der 17. Minute etwas.

Und im Mitteldrittel waren die Gäste endgültig auf Augenhöhe mit dem EHCO. Weil aber auch sie im Abschluss sündigten und aus ihren Powerplays (darunter während einer Strafe gegen Fabian Ganz beim Stande von 3:1) keinen Nutzen zogen, mussten sie bereits zum fünften Mal in acht Partien als Verlierer vom Eis. Zur Beruhigung der Gemüter wird diese erneute Niederlage kaum beigetragen haben, und dem tschechischen Trainer Tomas Tamfal dürften ein paar unangenehme Tage bevorstehen.