Volleyball

Die Frauen des TV Grenchen haben vor dem Derby Moral getankt

Die Grenchnerinnen (hier v.l.: Dominique Roth, Amanda von Känel und Janina Meier) machten im Match gegen Schmitten eine gute Figur.

Die Grenchnerinnen (hier v.l.: Dominique Roth, Amanda von Känel und Janina Meier) machten im Match gegen Schmitten eine gute Figur.

Allen Grund zum Jubeln: Die 1.-Liga-Frauen des TV Grenchen besiegen Schmitten in drei Sätzen und schliessen die Vorrunde mit einem Sieg ab. Somit sind die Grenchner ihrem Ziel, sich in der 1. Liga unter den Top vier zu etablieren ein Stück näher gekommen.

Wäre er der Samichlaus und nicht der Trainer der 1.-Liga-Volleyballerinnen des TV Grenchen, Philipp Cossi hätte seinen Spielerinnen nach dem 3:0-Sieg gegen Schmitten gesagt: «Das habt ihr sehr, sehr gut gemacht Girls. Genau das hat euch euer Trainer vor dem Spiel eingetrichtert und mit euch geübt – keinen Ball verloren geben und über den Kampf und Emotionen das Spiel bestimmen.

Prompt ist es aufgegangen – Bravo.» Der blitzsaubere 3-Satz-Sieg gegen die Freiburgerinnen (25:20, 25:21, 25:21) konnte freilich so glatt nicht erwartet werden. «Wir hatten zuvor drei Mal in Folge verloren, entsprechend standen wir unter Druck», sagt Cossi. Durfte man die Niederlagen gegen Köniz und Münchenbuchsee, den beiden Topteams der Gruppe B, noch als «vertretbar» abbuchen, kam die Pleite gegen die Kellerkinder von Franches-Montagnes II dann schon unerwartet.

«Sieg gegen Schmitten extrem wichtig»

Und doch auch wieder nicht: «Franches will um keinen Preis absteigen und hat gegen uns vier NLA-Spielerinnen eingesetzt», sagt Cossi. Solches ist reglementskonform, so lang besagte Spielerinnen im Juniorinnen-Alter sind. An solchen Wettbewerbsverzerrungen hingegen hat der Samichlaus wenig Freude.

Mit Ausnahme der beiden, erwähnten Spitzenteams kann in der Gruppe B derzeit jeder jeden schlagen. «Entsprechend war der Sieg gegen Schmitten extrem wichtig für uns», sagt Cossi. Mit dem Abstieg, in den drei Gruppenletzten direkt oder indirekt verwickelt sind, will man beim TV Grenchen nun wirklich nichts zu tun haben. «Primär wollen wir uns in der 1. Liga etablieren mit der Ambition, unter den Top vier zu sein», so Cossi. Der Bankfachmann aus Evilard ist seit vier Jahren Coach beim Turnverein Grenchen und ist mit der Truppe 2013 in die 1. Liga aufgestiegen.

Erneut Rückrunden-Power?

Am Freitag (19.45 Uhr) steht für den TVG nun vor heimischem Anhang das Derby gegen Solothurn an. «Die Nummer 1 im Kanton zu verteidigen, ist natürlich ein Ansporn für uns.» Derzeit sind die Solothurnerinnen just hinter den Grenchnerinnen auf Rang 6 klassiert. Das Hinspiel hatten die Hauptstädterinnen allerdings 3:1 gewonnen. Da herrscht also noch ein gewisser Revanche-Bedarf.

«So ist es», bestätigt der Coach. Das Derby ist der Auftakt in die Rückrunde und von dieser erhofft sich Grenchens Trainer einiges. «Letztes Jahr hatten wir fünf neue Spielerinnen und sind schlecht in die Saison gestartet.» Die Rückrunde sei dann extrem stark gewesen. Und auch auf diese Saison sind mit Célia Moser (von Köniz), Lea Jäggi, Janina Meier (beide von Aeschi) und Laura Chittaro (von Solothurn) vier Neue im Team.

Wenn die Rückrunde für den TVG ähnlich proportional zur Hinrunde wie im Vorjahr verläuft, dann, wer weiss, müssen sich die Spitzen-Equipen plötzlich im Kampf um die beiden Playoff-Plätze noch warm anziehen …

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