Der letzte Spieltag der Mannschafts-Schweizermeisterschaft im Minigolf brachte keine Überraschung mehr: Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern verteidigte der MC Olten den Vorsprung der ersten Spieltage souverän und feierte einen doppelten Titel.

Keine Überraschung will aber nicht heissen, dass es an den beiden vom Minigolfklub Eichholz Gerlafingen ausgezeichnet organisierten Spieltage nicht spannenden und hochstehenden Sport zu sehen gegeben hätte. Mit 18 der 20 top gesetzten war die absolute Spitze des Schweizer Minigolfs anwesend.

Fairplay hochgehalten

Trotz grossem Ehrgeiz wurde das Fairplay immer hochgehalten. So gab es zum Beispiel auf der Bahn sieben zwar einmal eine ganz kleine Diskussion, als ein Ball genau auf einem feinden Riss zum Stehen kam. Man einigte sich nach kurzer Konsultation mit der Schiedsrichterin darauf, dass der Spieler diesen Ball zehn bis zwölf Zentimeter versetzen darf, um nicht benachteiligt zu sein.

Vorsprung verwaltet

Am Samstag waren bei den Frauen Effretikon und bei den Männern Burgdorf die besten Teams. Aber der Unterschied bei den für die Gesamtrangliste entscheidenden Rangpunkten war minim, weshalb sich der grosse Vorsprung der Oltnerinnen und Oltner aus den beiden ersten Spieltagen kaum verkleinerte. Am Sonntag wiederholten Effretikons Frauen, die in den letzten Jahren die Szene dominiert hatten, sogar den knappen Tagessieg, während die Oltner Männer, angeführt vom Weltmeister von 2005 Michel Rhyn, nochmals ihre Dominanz bewiesen.

Heimteam auf dem zweiten Platz

Damit sind die beiden Schweizermeisterteams des MC Olten, die extra aus Spitzen-Minigolferinnen und -Minigolfern aus der ganzen Schweiz und sogar aus Österreich zusammengestellt worden sind, auch für den Europacup der Landesmeister qualifiziert. Auf dem ausgezeichneten zweiten Rang konnten die Männer von Eichholz Gerlafingen das Turnier abschliessen. «Wir hofften eigentlich, dass uns mit dem Heimvorteil eine kleine Überraschung gelingen könnte», kommentierte am Ende Heinz Rickli, der Präsident des MC Eicholz, diese Silbermedaille. «Das wäre mit einer optimalen Leistung möglich gewesen. Aber es fehlte vielleicht etwas an der Vorbereitung, weshalb wir unseren Heimvorteil nicht optimal ausnutzen konnten.»

Neuendorfer undankbare Vierte

Die Neuendörferinnen mussten sich diesmal mit dem undankbaren vierten Schlussrang zufrieden geben. «Das ist nicht weiter schlimm», sagte Bettina Bürki. «Es war diesmal nicht so einfach für uns, ein schlagkräftiges und konkurrenzfähiges Team zusammenzustellen, weshalb ich mit dem vierten Platz trotzdem zufrieden bin.»

Das beste Einzelresultat des ganzen Wochenendes gelang übrigens am Sonntag der Burgdorferin Claudia Anderegg mit 85 Schlägen, womit sie auch alle Männer im gesamten Feld übertraf.