Der Klassenunterschied war deutlich spürbar: Während der EHC Olten am Samstag gegen das DEL2-Team aus Bietigheim ziemlich souverän gewinnen konnte (4:1), sah die Rollenverteilung im gestrigen Final gegen die Fischtown Pinguins, dem DEL-Team aus Bremerhaven ganz anders aus: Die Pinguins bestimmten die Partie über weite Strecken, vor allem im Startdrittel: 3:0 stand es schon zur 1. Pause, darunter zwei Powerplaytore, was letztlich eine zu grosse Hypothek bedeutete.

Mischler, der erstmals in dieser Vorbereitung im Tor stand, erfuhr etwas gar wenig Unterstützung von seinen Teamkollegen. Der EHCO konnte sich defensiv zwar stabilisieren, nach vorne fehlte gegen die robusten deutschen Verteidiger aber oft die Durchschlagskraft. In der Oltner Offensive fehlte wie schon gestern Marco Truttmann, der leicht angeschlagen ist, sowie die überzähligen Jungspieler Joachim Vodoz, Marc Sahli und Helder Duarte.

Einzig in der besten Oltner Phase des Spiel, in den letzten 10 Minuten des 2. Abschnitts, schaute Zählbares heraus: Zuerst lenkte Stéphane Heughebaert, der vierte Rookie im Bunde, bei seinem 1. EHCO-Tor eine Aeschlimann-Scheibe geschickt ab, dann war es der US-Amerikaner Tim Stapleton, der während einer Oltner Überzahl das Heft in die Hand nahm und mit viel Speed zum zweiten Oltner Treffer beisteuerte – Martin Ulmer verwertete.  

Der EHCO kam zwar auch im Schlussabschnitt zu vereinzelten Möglichkeiten, die besten gehörten Remo Hirt in einem Powerplay und Stanislav Horansky mit einem Penalty, doch Tore fielen in einem lang ereignisarmen letzten Drittel keine mehr. Bremerhaven brachte die Führung souverän über die Runden und sicherte sich verdientermassen den Turniersieg.