Radsport
Die erste Etappe des GP Rüebliland findet in Kriegstetten statt

Wieder rollt das Feld aus einem Dutzend Nationen durch den Aargau. Erster Etappenort wird Kriegstetten sein, wo sich die Juniorenteams am Freitag auf einem 20 km langen Rundkurs messen werden.

August Widmer
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Die Aargauer Mannschaft mit den von links folgenden Fahrern: Adrian Bernet (Sins), Dominik Weber (Oberhofen), Sven Uhlmann (Safenwil), Valentin Kiser (Cham) und Manuel Zobrist (Rupperswil).August Widmer

Die Aargauer Mannschaft mit den von links folgenden Fahrern: Adrian Bernet (Sins), Dominik Weber (Oberhofen), Sven Uhlmann (Safenwil), Valentin Kiser (Cham) und Manuel Zobrist (Rupperswil).August Widmer

August Widmer

Von Freitag, den 5. September, bis Sonntag, den 7. September, rollt einmal mehr der «Grand Prix Rüebliland» über die Strassen des Aargaus und der angrenzenden Kantone. Diese Nachwuchs-Rundfahrt für die Rad-Junioren ist weiterhin sehr beliebt. 17- und 18-jährige Rennfahrer aus einem Dutzend Länder haben sich zur Teilnahme gemeldet. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass die Rundfahrt bereits zum 38. Mal stattfindet. Dahinter steckt eine grosse Organisationsarbeit, die von OK-Präsident Martin Weiss (Ottenhusen) und einem Team von zahlreichen Helfern bewältigt wird.

Selektionierender Kurs

Die Etappenorte der diesjährigen Rundfahrt sind Kriegstetten (Freitag, 5. September), Seon (zwei Etappen am Samstag, 6. September) und Aarburg (Sonntag, 7. Etappe). Nach dem Auftakt, der am Freitagnachmittag auf einem 20 km langen Rundkurs im solothurnischen Kriegstetten stattfindet, geht es am Samstag und Sonntag über die Aargauer Strassen. Am Samstagmorgen ist die Steigung von Seengen hinauf auf den Rügel derjenige Streckenabschnitt, der zu einer Vorentscheidung auf der zweiten in Seon zu Ende gehenden Etappe führen könnte.

Am Samstagnachmittag steht mit Start und Ziel wiederum in Seon ein 9,3 km langes Einzelzeitfahren auf dem Programm. Den Abschluss macht der diesjährige «Grand Prix Rüebliland» wie vor zwei Jahren in Aarburg. Mit der Staffelegg und der dreimaligen Passage der Steigung Rothacker bei Walterswil könnte dieses Schlussteilstück für den Gesamtsieg entscheidend sein. In der Vergangenheit wurde das Gesamtklassement schon öfters auf dem Schluss-Teilstück nochmals umgekrempelt.

Teams aus 14 Nationen am Start

Mit 13 National-Teams sowie einer Regionalmannschaft aus Italien ist die diesjährige Austragung des GP Rüebliland international hervorragend besetzt. Im Vorfeld der Ende September in Spanien stattfindenden Rad-Weltmeisterschaften benutzen etliche Rad-Nationen den GP Rüebliland für ihre Nachwuchsfahrer als letzten Formtest. Die Nationalteams aus Holland, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz gehören zu den treuesten Teilnehmern der Rundfahrt. Zu beachten gilt es auch die Mannschaften aus Mittel- und Osteuropa. Zudem ist die Mannschaft aus den USA auch regelmässig mit von der Partie und gibt dem «Grand Prix Rüebliland» den Anstrich, mehr als nur eine innereuropäische Angelegenheit zu sein. Mit Greg J. Allison war es 1977 übrigens ein US-Boy, der die Erstauflage des GP Rüebliland gewann.

Die Stars von Morgen am Start

Sechsmal konnten Schweizer die Rundfahrt gewinnen: 2008 Cyrille Thiery, 2000 Daniel Gysling, 1998 Xavier Pache, 1997 Sandro Güttinger, 1991 Roland Müller, 1989 Beat Zberg, 1980 Niki Rüttimann und 1978 Jürg Bruggmann. Einheimische Spitzenfahrer von heute findet man keine unter den Gesamtsiegern. Fabian Cancellara war in seiner Juniorenzeit zwar mit von der Partie. Michael Albasini wurde 1998 Vierter der Gesamtwertung und Silvan Dillier beendete 2008 das Rennen auf dem fünften Rang. Am GP Rüebliland tut man als Zuschauer also gut daran, nicht nur die Sieger zu beobachten.

Aargau mit eigener Mannschaft

Der Veranstalter-Kanton Aargau stellt auch bei der diesjährigen Austragung eine der wenigen Kantonalmannschaften. Der als Mannschaftsleiter fungierende frühere Elite-Fahrer Peter Oeschger (Gansingen) hat dieses Jahr stärkere Fahrer als im Vorjahr im Team. Ging es letztes Jahr in erster Linie ums Durchhalten, möchte die Mannschaft «Aargau» diesmal vermehrt Akzente setzen. Die Aargauer Manuel Zobrist (Rupperswil), Dominik Weber (Oberhofen), Sven Uhlmann (Safenwil) und Adrian Bernet (Sins) scheinen zusammen mit den beiden «Gastfahrern» Valentin Kiser (Cham) und Yves Lütolf (Pfaffnau) dazu zweifellos in der Lage zu sein.