Mountainbike
«Die Erschöpfung war enorm, wir waren komplett ausgelaugt»

Die Bikeschule Olten verteidigt beim 24-Stunden-Rennen in Davos ihren Titel souverän. Die vier Jungs aus der Region mussten für den Erfolg aber ziemlich leiden. Fabian Spielmann beschreibt das Rennen als «mentalen Thriller».

Adriana Gubler
Drucken
Teilen
Erneut konnten die vier Jungs der Bikeschule Olten beim Davoser 24-Stunden-Rennen zuoberst aufs Treppchen steigen: (vl.) Matthias Hug, Fabian Spielmann, Markus Peter und Dominik Hug.

Erneut konnten die vier Jungs der Bikeschule Olten beim Davoser 24-Stunden-Rennen zuoberst aufs Treppchen steigen: (vl.) Matthias Hug, Fabian Spielmann, Markus Peter und Dominik Hug.

Und wieder bewiesen die vier Jungs der Bikeschule Olten die beste Ausdauer beim 24-Stunden-Rennen von Davos. Diesmal wars jedoch ein zäher Kampf bis zum Schluss. Konnten Fabian Spielmann (Trimbach), Markus Peter (Starrkirch-Wil), Dominik (Olten) und Matthias Hug (Trimbach) bei der letztjährigen Austragung noch einen komfortablen Vorsprung von zwei Runden auf ihren nächsten Verfolger herausfahren, waren es heuer zum Schluss nur wenige Minuten.

«In der Nacht von Samstag auf Sonntag fielen wir sogar zweimal auf den zweiten Zwischenrang zurück», erzählt Spielmann. Er hatte im Vorfeld die Startliste studiert und wegen der bekannten Namen durchaus mit solch harter Konkurrenz gerechnet.

Das Bikeschule-Team liess sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag von seinem ärgsten Konkurrenten und zwischenzeitlichen Spitzenreiter sportbenzin.ch aber nicht abhängen und kämpfte sich die Führung nach Tagesanbruch zurück. Am Sonntagmorgen konnte das Quartett um Fabian Spielmann gar ein kleines Polster herausfahren. «Bis zwei Stunden vor Schluss war der Rennausgang aber offen», beschreibt Spielmann.

Sein Team hatte in den letzten zwei verbleibenden Stunden jedoch mehr Körner übrig als sportbenzin.ch. Die Taktik der Bikeschule Olten, in der Nacht im 2-Runden-Rhythmus zu fahren, um längere Erholungsphasen zu generieren, ging damit voll auf.

Ausserdem bewies Markus Peter einmal mehr seine herausragende Form: «Er legte mit seinen Rundenzeiten in der Schlussphase des Rennens sicher einen Grundstein zu unserem Sieg», würdigt Spielmann die Leistung seines Teamkollegen. So machten die vier Biker aus der Region Olten am Ende mit 67 Runden und einem Vorsprung von sieben Minuten und drei Sekunden ihre Titelverteidigung perfekt und verwiesen ihren starken Verfolger aus dem Kanton Luzern auf den Ehrenplatz.

Gerade weil das Rennen während der gesamten 24 Stunden derart spannungsgeladen war, fiel die Freude über den Sieg riesig aus. «Aber auch die Erschöpfung war enorm», fügt Spielmann sofort an. «Es war ein mentaler Thriller, der uns komplett ausgelaugt hat.» Von technischen Defekten und Stürzen blieben die Bikeschule-Jungs diesmal fast komplett verschont. Einzig Spielmann hatte, just als er eine Runde beendet hat, ein Problem mit dem Schaltauge.

Glücklicherweise war ein Ersatz-Schaltauge vorhanden, sodass Spielmann sein Bike bis zu seinem nächsten Einsatz wieder renntauglich machen konnte. Zudem musste Matthias Hug wegen gesundheitlicher Probleme einige Runden auslassen, seine Teamkollegen sprangen aber problemlos in die Bresche.

In der 4er-Kategorie des Davoser 24-Stunden-Rennens war ein zweites Team der Bikeschule Olten vertreten. Sandra Nick, Esther Graweid, Thomas Hasenfratz und Stefan Grütter belegten den ausgezeichneten achten Rang. Die in Gretzenbach wohnhafte Esther Graweid legte die schnellste Rundenzeit bei den Frauen hin und durfte dafür eine Auszeichnung entgegennehmen.

In der Single-Kategorie über sechs Stunden ging zudem der Oltner Reto Fankhauser (Bikeschule Olten) an den Start und sicherte sich mit dem dritten Rang einen Podestplatz.