Curling

Die Erfahrung und die Routine waren entscheidend

Beim Baumeistercup in Nennigkofen triumphierte das Team Wengi I mit Skip Alfred Wyler. Der Final war dank Heimvorteil schliesslich eine vereinsinterne Sache des gastgebenden CC Solothurn Wengi.

Obwohl er diesmal hauptsächlich die Seniorenteams aus der Region anlocken konnte, wurde beim 39. Baumeistercup in Nennigkofen Curling auf einem ansprechenden Niveau gezeigt. Erfahrung und Routine sind in diesem Sport eben nicht so leicht zu ersetzen. Zudem ist der Heimvorteil nicht zu unterschätzen, und so wurde der Final schliesslich eine vereinsinterne Sache des gastgebenden CC Solothurn Wengi. Sowohl das Team von Skip Alfred Wyler als auch dasjenige von Jürg Gnägi zeigten während aller drei Turniertagen konstant gute Leistungen und lagen Kopf an Kopf an der Ranglistenspitze.

Zwei Brüder gegeneinander

Es kam im Final sogar zu einem Bruderduell, indem sich Jürg und Marcel Gnägi gegenüberstanden. Zunächst sah es nach einer klaren Sache für Wengi I aus, das mit einem Zweierhaus im dritten End davonziehen konnte. Aber dann gelang Wengi III ein spektakulärer letzter Stein und Skip Jürg Gnägi durfte sich ein Viererhaus gutschreiben lassen. «Wir hatten etwas mit dem Eis zu kämpfen und der Takeout curlte nicht. Das haben unsere Kollegen geschickt ausgenützt und Stein für Stein platziert», erklärte Skip Alfred Wyler den ungewöhnlichen Lapsus.

Es war aber der einzige gröbere Fehler im ganzen Turnier. Danach blieb das Spiel ausgeglichen, bis sich Wengi III im siebten End beim Zwischenstand von 4:4 ein eigentlich einfaches Zweierhaus auftat. Doch der letzte Stein nahm die Autobahn, verpasste die Ausfahrt und hielt nicht im Haus. Das wäre wohl der Sieg gewesen, denn bei einem Zweipunktevorsprung hätte es genügt, nur noch das Spiel einfach zu machen und das Haus sauber zu halten. So aber nutzte Wengi I die geschenkte letzte Chance taktisch klug aus und gewann dank einem Zweierhaus im letzten End 6:5. Entsprechend freute sich Alfred Wyler: «Mit dem schönen Preisgeld werden wir sicher einmal etwas schönes Essen gehen.»

Wengi III verliert auch Platz zwei

Mit dem Sieg im kleinen Final konnte ein von Skip Stefan Schneider aus den Frauen der Ambassadoren und Wengi (Barbara Schneider, Marianne Dick und Kathrin Gnägi) zusammengestelltes, drittes Solothurner Team dank einem gewonnenen End Wengi III noch überholen und auf den zweiten Rang vorstossen.

So klang der 39. Baumeistercup in Nennigkofen mit einem freundschaftlichen Zusammensitzen im Beizli aus. «Für den 40. Baumeistercup im nächsten Jahr wollen wir ein würdiges Jubiläumsturnier mit einigen Schweizer Spitzenteams auf die Beine stellen», versprach Spielleiter Jürg Dick.

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