Die Inkonstanz war in der laufenden Saison Wilers stete Begleiterin. Immer dann, wenn man den amtierenden Meister in Fahrt wähnte, kam ein Rückschlag. Die Heimniederlage gegen Chur just nach dem Auswärtssieg bei Grünenmatt ist nur ein solches Beispiel. Doch mit dieser Achterbahnfahrt soll nun Schluss sein. Definitiv. Das gestrige «Stängeli» gegen eine kampfstarke Ustermer Mannschaft bestätigt den Aufwärtstrend. «Mit dem ersten und dem letzten Drittel bin ich sehr zufrieden», so Wiler Trainer Johan Schönbeck nach dem Schlusspfiff.

Des Trainers Lob

Schönbeck zauberte gestern eine neue Variante in der Defensive aus dem Hut. An die Seite des finnischen Weltmeisters Tatu Väänänen (31) stellte er erstmals den 19-jährigen Daniel Sesulka. Der Tscheche spielte seinen Part auf der rechten Seite solide, setzte aber auch das eine oder andere offensive Ausrufezeichen. «Sesulka passt in diese Linie, er hat das sehr gut gemacht», so Schönbeck. Auf die Frage, ob das tschechisch-finnische Abwehrduo auch in Zukunft zusammenspielt, schmunzelte Schönbeck nur. «Wir werden sehen.»

Kurz vor der zweiten Pause war Sesulka Ausgangspunkt des schönsten Treffers des Abends. Er bediente Olofsson, der Schwede fackelte nicht lange und unterzog mit seinem trockenen Schuss von knapp hinter der Mittellinie die Maschen des Ustermer Tors einem Belastungstest der gröberen Sorte – 6:1. «Ja, das war wirklich ein schönes Tor», strahlte Olofsson nach Spielschluss und freute sich über seinen ersten «Vierer» für den SVWE in einem Spiel. «Ich glaube, ich darf mit der Leistung unserer Linie zufrieden sein. Mit Leuten wie Rosén und Hofbauer an der Seite ist es aber auch nicht besonders schwierig, gut auszusehen», gab Olofsson die Blumen lächelnd an seine Sturmkollegen weiter.

Cup und dreimal auswärts

Wegen der Weltmeisterschaft in Schweden stehen bis Weihnachten nur noch drei NLA-Runden auf dem Programm. Wiler-Ersigen trifft dabei am kommenden Freitag auf Thun und nach der WM auf Rychenberg (20. Dezember) und Kloten-Bülach (21. Dezember), immer auswärts. Für Fans bietet sich dennoch eine Gelegenheit, den SVWE vor dem Jahreswechsel nochmals in einem Heimspiel am Werk zu sehen. Am kommenden Sonntag, 23. November, empfängt man im Cup-Viertelfinal den UHC Grünenmatt (19.30 Uhr, Sportzentrum Zuchwil) zur Final-Revanche von 2013. Wir erinnern uns: Damals holte Wiler mit einem 3:1-Erfolg den «Kübel.»