Eishockey
Die Effizienz spielte bei Oltens Gegner

Der EHC Olten verliert in Bruneck das erste Spiel am Dolomitencup gegen Schwenningen deutlich mit 0:5. Nun warten die Norweger aus Lørenskog.

Andreas Hagmann
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Michael Tobler zeigte trotz fünf Gegentreffern einige Big Saves.

Michael Tobler zeigte trotz fünf Gegentreffern einige Big Saves.

aha

Bereits nach dem ersten Vorbereitungsspiel gegen den HC Thurgau bemerkte EHCO-Trainer Scott Beattie, dass die grösseren Offensiv- beziehungsweise Defensivzonen noch einiges an taktischen Umstellungen fordern werden. Insbesondere bei Überzahl- beziehungsweise Unterzahlsituationen ist viel mehr Platz vorhanden. «Manche glauben, diese Anpassung sei nicht all zu schwerwiegend. Sie ist aber immens. Die Anpassungen insbesondere bei den Special-Teams müssen kontinuierlich geschehen. Das geschieht nicht innerhalb eines Trainings», so Scott Beattie.

Beim Spiel gegen den HC Thurgau bekundeten die Oltner sodann auch in Unterzahl grosse Mühen, die Räume eng zu behalten. Dies zeigte sich auch gegen die Schwenninger Wild Wings. Glücklicherweise spielten die Oltner effektiv lediglich sechs Minuten mit einem Mann weniger. Es verwunderte aber nicht, dass der EHCO gleichwohl ein Unterzahltor kassierte. Nämlich in der 38. Minute, als Jonathan Matsumoto nach einem Abpraller am schnellsten reagierte. Jonathan Matsumoto war sodann auch der Mann des Spiels bei den Wild Wings. Der Neuzuzug der Schwenninger war bei allen fünf Toren der Deutschen beteiligt. Drei schoss er selber, die anderen beiden bereitete er vor. Es ist damit unschwer zu erkennen, dass die Oltner die Paradeformation der Schwenninger nicht unter Kontrolle brachten.

Geschlossene Teamleistung

Aber auch sonst hatten die Oltner insbesondere in der Anfagsphase Mühe die Lücken im eigenen Verteidigungsdrittel zu schliessen. Dafür wissen die Oltner bereits umso mehr im Powerplay etwas mit den vorhandenen Räumen anzufangen. So traf beispielsweise Shayne Wiebe nach einer Passstaffete von der blauen Linie nur den Pfosten. Die Effizienz gehörte sodann zu den Hauptdefiziten der Oltner. Der EHCO vermochte zwar nie wirklich das Spiel an sich zu reissen, machte aber dabei auch zu wenig aus den vorhandenen Chancen. Trotz genügend Freizeit in den letzten Tagen liessen die Oltner ausserdem eine gewisse Spritzigkeit vermissen. Eine herausragende Figur wie Matsumoto bei den Wild Wings suchte man bei den Oltnern vergebens.

Fortschritte sind gefordert

Zu viel Gewicht ist dem klaren Verdikt von 0:5 hingegen nicht beizumessen. Dafür ist die Vorbereitung noch zu wenig weit fortgeschritten. Konnte bereits im Powerplay eine Steigerung im Vergleich zum Spiel gegen Thurgau festgestellt werden, darf eine Weitere in einem anderen Bereich im nächsten Spiel gegen Lørenskog am Samstag erwartet werden.Zumal davon auszugehen ist, dass die Norweger weniger körperbetont spielen dürften als die Schwenninger. Das kommt dem Oltner Spiel tendenziell entgegen. Nach dem gestrigen Spiel liess das Team die Handvoll anwesenden Fans – dem Testspiel zum Trotz – nämlich ein wenig ratlos zurück. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung – wie man so schön sagt. Ohne, dass jemand besonders ab- oder auffiel.