«Es war zweimal brutal eng. Die Playoff-Viertelfinals haben bestätigt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann», blickt Philippe Jäggi, der das NLB-Team der Gekkos Gerlafingen zusammen mit Yvan Herren trainiert, auf die Viertelfinals zurück.

Die Wasserämter gewannen Spiel eins der Best-of-3-Serie gegen Courroux zu Hause mit 10:6 und setzten sich auswärts mit 7:6 durch. Dabei lagen sie bis fünf Minuten vor Schluss noch im Rückstand, drehten die Partie aber noch mit zwei späten Toren. «Die Basis für das Weiterkommen war, dass wir mental cool geblieben sind», sagt Jäggi, der in der letzten Saison noch die zweite Mannschaft trainiert und davor rund zehn Jahre im Fanionteam gespielt hatte.

Die Spiele gegen Jurassier seien immer hektisch, auch versteckte Fouls gehörten dazu. «Es war entscheidend, dass wir uns nicht zu Revanchefouls verleiten liessen und nicht beim Schiedsrichter reklamierten. Sie rasteten aus, kassierten Strafen, und wir gewannen das Spiel.»

Im Halbfinal gegen den Qualisieger

Die NLB-Qualifikation hatte Gerlafingen mit neun Siegen und ebenso vielen Niederlagen auf dem vierten Platz beendet. In der Tabellenregion also, in der sich die Gekkos in den letzten Jahren immer einreihten, sagt Jäggi. Das gesteckte Ziel, ein Platz unter den besten vier Klubs und somit Heimrecht in den Viertelfinals, wurde erreicht. «Mein Co-Trainer und ich sind im Grossen und Ganzen zufrieden mit der Quali. Vor allem weil es für uns die erste Saison als Trainer-Duo der ersten Mannschaft ist», bilanziert Jäggi.

Die grösste Stärke sei, dass das Team nicht von Einzelspielern abhängig sei, sondern mit drei ausgeglichenen Blöcken agieren könne. «Und der Teamgeist ist top. Jeder legt sich in die Schüsse, freut sich für den anderen über ein Tor. Es gibt kein Murren.»

Im Halbfinal treffen die Gekkos nun auf La Tour. «Sie sind der Qualifikationssieger, das sagt alles über ihre Stärke», so Jäggi, der sich trotzdem optimistisch zeigt: «Wir waren in der 17-jährigen Klubgeschichte zweimal im Halbfinal. Jetzt ist die Zeit gekommen, endlich den Schritt in den Final zu machen.»

Dafür brauche es wie schon im Viertelfinal disziplinierte Auftritte. «Der Schlüssel wird sein, dass wir nicht zu viele Strafen nehmen. La Tour hat ein gutes Powerplay. Wir werden aber sicher zu unseren Chancen kommen. Ich hoffe, dass wir noch etwas mehr Effizienz an den Tag legen als bisher.»

Was die Aufgabe allerdings erschwert, sind die Ausfälle von zwei wichtigen Leistungsträgern. Goalie Nummer 1 Daniel Heeb ist verletzt und kann in den Playoffs nicht mehr mittun. Und beim Topskorer Marco Kummer müsse von Tag zu Tag geschaut werden, ob ein Einsatz möglich sei.

Bei der Frage nach einem allfälligen NLA-Aufstieg winkt Philippe Jäggi ab: «Der ist vor allem bei den Spielern eher weniger ein Thema. Und im Moment befassen wir uns damit sowieso nicht. Jetzt wollen wir zuerst unbedingt in den Final.»