Tennis

Die Derendinger Junioren sind Schweizer Meister

Die Derendinger haben es geschafft.

Die Derendinger haben es geschafft.

Ralf Aeberhard (R3), Fabian Bellgardt (R3), Noah De Lenart (R4) und Patrik Münch (R4) sind die Spieler der stärksten U18-Mannschaft der Schweiz. Im Final gegen Mendrisio siegen sie 4:2.

Die vier Spieler des TC Derendingen fuhren mit dem Zug zur Finalrunde nach Winterthur. Ihr Coach Michael Flury transportierte die Koffer zum Hotel. Der Wettkampf begann am Morgen gegen Montreux. Bellgardt begann souverän gegen Jonathan Scyboz, R3, und gewann den ersten Satz 6:2. Im zweiten Satz lag er 5:2 vorne und Ralf machte sich zu seinem Spiel bereit.

Doch plötzlich war Bellgardt wie gelähmt, er traf die Bälle nicht, seine Beine zitterten und er gewann seine Sicherheit nicht zurück. Ganz im Gegensatz zu seinem Gegner, der Aufwind bekam und den zweiten Satz mit 7:6 gewann. Im dritten Satz kam Bellgardt aus seinem Tief nicht mehr heraus und verlor 0:6. War es die Angst vorm Gewinnen?

Patrik Münch spielte sicher und konstant und gewann ohne Probleme 6:2, 6:0 gegen den R4-klassierten Fabrice Grübel. Auch Ralf Aeberhard zeigte gegen Thomas Stuber, R4, seine Souveränität und gewann 6:2, 6:0. Noah De Lenart lief es nicht so gut, er musste sich gegen Colin Vaccari, R3, mit 4:6, 3:6 geschlagen geben.

Hochspannung im Doppel

Jetzt kam es auf die Doppel an. Aeberhard und Münch (Doppel 1) starteten mühsam und die vielen mitgereisten Fans hatten einen solch hohen Blutdruck, den der Arzt nicht mehr erlauben würde... Einige der Fans hielten es nicht mehr aus und machten sich auf zum Spaziergang, um ihre Nerven zu beruhigen und die Nervosität nicht auf die Spieler zu übertragen. Die Solothurner verloren ihren ersten Satz 3:6. Doch dank besonders Aeberhards mentaler Stärke und Patriks eisernem Willen kam das erste Doppel aus seinem Tief und sie gewannen den ersten Satz knapp 7:5.

Das gab wiederum Bellgardt und De Lenart Auftrieb, sie spielten ein tolles Spiel, gewannen den zweiten Satz 6:4. Aeberhard und Münch liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und brachten ihr Doppel im zweiten Satz mit 6:2 sicher nach Hause. Derendingen stand mit dem 4:2-Gesamtsieg im Final. Auch Fabian und Noah siegten im dritten Satz im Champions-Tiebreak.

Im Final gegen Mendrisio spielten Bellgardt und Münch ihre Einzel zuerst. Letzterer hatte gegen seinen Gegner Christian Cernuschi, R4, hart zu kämpfen, gewann aber den ersten Satz 7:6. Dann war es wie verhext, ihm misslangen viele Schläge und er verlor den zweiten und dritten Satz 1:6 und 2:6. Bellgardt verlor den ersten Satz 5:7, das Spiel war ausgeglichen, der Gegner Davide Fonte, R4, willensstark.

Bellgardt kommt zurück

Alles deutete darauf hin, dass sich der Derendinger mental nicht fangen konnte. Doch er wechselte das T-Shirt und seine Taktik. Er gewann seine Willenskraft zurück und gewann das erste Spiel im zweiten Satz gleich zu Null. Sein Gegner war perplex und das Spiel kippte zugunsten Bellgardts. Er gewann den zweiten Satz souverän 6:2. Im dritten Satz stand es wie bereits am Tag zuvor 5:2 für ihn und die Nerven kamen zurück.

Konnte er dieses Mal den Sack zu machen? 5:3, 5:4. Die Fans konnten es nicht lassen und baten Aeberhard, dieses Mal mit dem Aufwärmen zu warten... Dank Zuspruch des hervorragenden Coachs Michael Flury gewann Bellgardt 6:4 und der Matchball war ein echter Hingucker.

Es stand 1:1, Aebehard und De Lenart begannen ihr Spiel. Letzterem lief es leider nicht gut und er verlor gegen seinen Gegner Riccardo Biella, R4, mit 2:6 und 2:6. Der Kopf war nicht frei, an der rechten Hand hatte er eine Blase bekommen und er konnte sich während des Spiels nicht motivieren. Aeberhard spielte seinen Gegner Sassi Giacomo, R3, schlichtweg aus. Eine Souveränität wie sie im Buche steht. Das Spiel wurde nicht ein einziges Mal zittrig und die Fans mussten nicht spazieren gehen.

Geschlossene Teamleistung

Es stand 2:2 vor den Doppel. Bellgardt und De Lenart verloren ihren ersten Satz 4:6. Die Gegner profitierten von ihren Fehlern. Aeberhard und Münch zeigten nach einem 0:1-Rückstand Stärke und gewannen den ersten Satz 6:3.

Das motivierte auch die Teamkollegen, sie brachten ihren zweiten Satz mit 6:3 nach Hause. Den dritten gewannen sie im Champions-Tiebreak und somit galt es für Aeberhard und Münch, den zweiten Satz zu gewinnen. Was ihnen auch souverän gelang. Der Titel war perfekt.

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