Prêt! Allez! ertönt es immer wieder von den Juges, den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Nach jedem gewonnenen Punkt laufen die Fechterinnen und Fechter an ihren Platz zurück und machen sich bereit für den weiteren Verlauf des Kampfes. Danach heisst es wieder Prêt! Allez! und es geht weiter. Dazwischen hört man immer wieder der Klang der Degen, die aneinanderklatschen und dabei ein lautes Klirren von sich geben.

Der Präsident ist bereits zum 13. Mal dabei

So geschehen auch am 16. Aare-Cup in Solothurn. Das Junioren-Turnier, das vom Fechtklub Solothurn (FKS) organisiert wird, fand dieses Jahr bereits zum 13. Mal unter der Führung des Präsidenten Martin Stocker statt. «Wir wollen den jungen Fechtern eine Chance geben, etwas Turniererfahrung zu sammeln. Da es bei unserem Turnier keine Punkte fürs Ranking gibt, steht vor allem der Spass im Vordergrund. Ausserdem ist es für uns ein finanzielles Plus. Mit den vielen Sponsoren können wir etwas Geld in die Klubkasse fliessen lassen.»

Auf der Suche nach Geschenken

Einen Preis gibt es für alle Teilnehmer zum Schluss, der Rang spielt keine Rolle. Nadia Wullschleger, die Aktuarin des Vereins, ist für das Sammeln der Geschenke zuständig. «Manchmal gehe ich Sponsoren glaub ich schon etwas auf die Nerven, wenn ich drei-, viermal anrufe, um nach Geschenken zu fragen», lacht sie.

Fechten im Fernsehen gesehen

Ein Geschenk konnten sich am Ende des Wettkampfes auch die 11-jährige Marie-Jo Brancato und die 10-jährige Alina Altermatt vom FKS aussuchen. Sie sind die einzigen zwei Mädchen des Klubs, die an diesem Anlass teilgenommen haben. Für Alina war es gar der erste Wettkampf überhaupt. «Ich habe erst letzten Herbst mit dem Fechten begonnen», sagt sie. «Als ich es das erste Mal im Fernsehen gesehen habe, wollte ich das unbedingt auch machen.» «Bei mir war es ganz genau so», pflichtet ihr Marei-Jo bei, die jedoch bereits seit drei Jahren fechtet.

Direktbegegnung im Viertelfinal

Im Viertelfinal kam es dann zum Aufeinandertreffen der beiden Solothurnerinnen. Es war ein enger Kampf mit dem besseren Ende für die routiniertere Marie-Jo. Die dann im kleinen Finale aber den Kürzeren zog. Den verlor sie jedoch äusserst knapp nach Verlängerung. So klassierten sich die beiden Mädchen direkt hintereinander auf den Plätzen vier und fünf.

Nach fünf Stunden des Kampfes war es dann so weit. Die letzten Gefechte wurden ausgetragen. Man hörte noch einmal Prêt! und Allez! und der Klang der Degen verstummte nach und nach. Die Sieger standen fest und durften ihren Pokal in Empfang nehmen. Zum Schluss stürzten sich die Kinder auf die Preise, jeder nahm etwas mit und ging zufrieden nach Hause.