Fussball 2. Liga
Derby mit neuen Gesichtern: Der FC Subingen trifft auf den FC Dulliken

Die Trainer Dominik Ellenberger (FC Subingen) und Herbert Fischer (FC Dulliken) feiern am Sonntag ihren Einstand im Direktduell in der 2. Liga inter.

Raphael Wermelinger
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Szene aus dem Vorrundenspiel zwischen Dulliken und Subingen, das mit einem 1:1-Unentschieden endete.

Szene aus dem Vorrundenspiel zwischen Dulliken und Subingen, das mit einem 1:1-Unentschieden endete.

Markus Müller

Zum Rückrundenstart in der 2. Liga inter kommts am Sonntag gleich zum Kantonalderby zwischen Subingen und Dulliken. Brisant: Beide Vereine vertrauen seit der Winterpause auf neue Trainer. Der FC Subingen ersetzte Erich Hert durch Dominik Ellenberger, bei den Niederämtern übernahm Herbert Fischer den Posten von Massimo Saracino.

Doch nicht nur die Übungsleiter sind neu, die beiden Klubs wirbelten ausserdem heftig auf dem Transfermarkt. So vermeldet der FC Dulliken nicht weniger als acht Zuzüge: Rico und Sven Schönenberger kamen vom FC Langenthal, die zwei Mittelfeldspieler Furkan Tan und Hamdi Nedzipi vom FC Solothurn, Goalie Gabriele D’Ovidio vom FC Sursee. Neu im Team sind auch Marco Carubia (vorher FC Däniken-Gretzenbach), Zejnulla Nexhipi (SC Zofingen) und Ushtrim Hasani (FC Lenzburg).

2. Liga inter. Gruppe 5

14. Spieltag. Samstag: Dietikon – Schöftland. Höngg – Team Aargau U21 (beide 16.00). Wohlen II – Rothrist. Liestal – Blue Stars (beide 17.00). Pajde – Lenzburg (18.00). – Sonntag: Subingen – Dulliken (14.00). Olten – Iliria (15.00).

Rangliste (je 13 Spiele): 1. Team Aargau U21 28. 2. Höngg 28. 3. Pajde 24. 4. Olten 22. 5. Schöftland 21. 6. Dietikon 21. 7. Liestal 21. 8. Blue Stars 20. 9. Dulliken 15. 10. Wohlen II 15. 11. Rothrist 14. 12. Lenzburg 12. 13. Subingen 8. 14. Iliria 7.

Das Ziel der neuntplatzierten Dulliker ist klar. Sie wollen eine Aufholjagd starten und sich wie im Vorjahr in der Spitzengruppe positionieren. «Es liegt an allen, in der zweiten Saisonhälfte Vollgas zu geben und das Resultat zu korrigieren. Der 4. Platz liegt mit einer starken Rückrunde immer noch drin», forderte Sportchef Roland Gruner an der Teamsitzung Ende Jahr.

Subingen braucht einen guten Start

Der FC Subingen auf der anderen Seite steigt vom vorletzten Platz aus und mit einem Rückstand von sechs Punkten in die Rückrunde. «Das ist nicht wenig», weiss Neo-Trainer Dominik Ellenberger, «aber mit einem guten Start liegt alles drin. Die ersten drei, vier Gegner müssen wir schlagen.» Der 31-Jährige begann seine Karriere als Junior beim FC Subingen und lief für die Wasserämter in der 2. Liga und der 2. Liga inter auf.

In der Vorrunde war Ellenberger noch Trainer beim Drittligisten FC Riedholz. «Es war immer mein Ziel, mal die erste Mannschaft des FC Subingen zu coachen», kommentiert Ellenberger seinen Wechsel, «die Anfrage kam aber früher als erwartet.» Ein sauberer Abgang beim FC Riedholz sei ihm wichtig gewesen, weshalb er sich mit dem Entscheid genügend Zeit gelassen habe. «Am Schluss sind wir im Guten auseinandergegangen. Die Vereinsleitung des FC Riedholz wollte mir nicht im Weg stehen.»

18 bis 24 Spieler im Training

Mit Patrick und Simon Haas und Damian Thomi folgten drei Riedholzer ihrem Trainer zum FC Subingen. Raphael und Yannik Aebischer (vom FC Leuzigen) und drei eigene Nachwuchsspieler figurieren ebenfalls neu im Kader des FCS-Fanionteams. «Nachdem bereits vor meiner Zusage fünf Spieler den Klub verlassen hatten, mussten wir reagieren», erklärt Ellenberger, «ich will ein relativ breites Kader haben. Und das hat sich bereits ausgezahlt. Wir sind immer 18 bis 24 Spieler im Training. Dementsprechend hart ist der Konkurrenzkampf.»

Den letzten Schliff holten sich die Subinger vergangene Woche im Trainingslager auf Gran Canaria. «Es hat alles gepasst», so Ellenberger, «das Wetter war top, die Trainingsbedingungen super und wir konnten den Teamspirit fördern.»

Wichtige drei Punkte

Am Sonntag erwartet Ellenberger zum Einstand einen harten Kampf. Auf dem Papier sei Dulliken der Favorit. «Sie gehören in der Tabelle weiter rauf», konkretisiert er, verspricht aber zugleich: «Wir werden ihnen auf jeden Fall Paroli bieten und auf Sieg spielen. Wir brauchen drei Punkte zum Start.»

In seinen Augen gehört der FC Subingen in die 2. Liga inter und nicht in die Solothurner 2. Liga: «Die 2. Liga inter ist für den Verein die attraktivere Liga, und mittlerweile auch für die Spieler.» Dies sei vor ein paar Jahren noch ganz anders gewesen: «Früher waren die Spieler negativ eingestellt gegenüber der 2. Liga inter, jetzt wollen alle in diese Liga. Vor allem weil die Gegner heute viel interessanter sind.»