Zuchwil Regio

Der «Zuchu-Dampfer» dampft auf Kurs – der EHC Zuchwil Regio liegt an der Tabellenspitze

Coach Manfred Reinhard.

Coach Manfred Reinhard.

Ein Drittel der 1.-Liga-Qualifikation ist gespielt und der EHC Zuchwil Regio ist genau da, wo er sein will - an der Tabellenspitze nämlich. Alles scheint ein bisschen einfacher, als es ist.

Der EHC Zuchwil Regio hat 10 von 30 Qualifikationsrunden in der Zentralschweizer 1-Liga-Gruppe hinter sich. Gut gemacht kann man da nur sagen; denn die junge Truppe von Coach Manfred Reinhard führt die Tabelle an. Wobei Lyss, gegen das die Solothurner heuer zwei Mal verloren haben, nach Verlustpunkten noch um einen Zähler besser da steht.

«Es ist nicht einfach, auf dem Papier oft der Favorit zu sein, und als solcher die Spiele gegen vermeintlich Schwächere auch tatsächlich zu gewinnen», sagt Zuchwils Coach. Spiele, die sich nicht selten unangenehm anfühlen. «Aus dem Windschaftten gegen einen starken Gegner gut auszusehen ist meist einfacher.»

Insofern mache seine Mannschaft ihren Job bislang «sehr gut.» Allein, räumt Reinhard ein, «jeder unserer Gegner hat das Potenzial, uns zu schlagen, sobald wir nicht fokussiert bleiben.» Da sind überall starke bis sehr starke Einzelspieler, die einen Match auf dem Niveau entscheiden können.

Motivation - das Zauberwort

Mit der fragwürdigen Schaffung einer faktischen Nationalliga C - genannt MySports League - wurden die drei regionalen 1.-Liga-Gruppen «zerstückelt». Mit Wiki-Münsingen, Brandis, Basel und Thun haben vier Teams die Gruppe 2  Richtung NLC - oder eben MySports Legue - verlassen. 

Derlei umfasst die Gruppe mit Zuchwil Regio heuer noch sieben Teams. Man trifft also relativ häufig auf die gleichen Köpfe. «Das ist für uns alle eine neue Situation und eine, die uns herausfordert.» Vorab insofern, als es gilt, die Motivation hochzuhalten. «Da ist jeder auch für sich herausgefordert, professionell zu bleiben», sagt Reinhard.

Schliesslich ist die Ausgangslage so wie sie ist und «ich kann den Spielern keine Märchen erzählen.» Aber wie gesagt, bis dato lösen die Zuchwiler ihre Aufgabe ganz im Sinn ihres Präsidenten; wobei die grösste Herausforderung tendenziell im zweiten Drittel der Saison - wenn ein bisschen Alltagsfeeling aufzukommen droht - kommen dürfte.

Aarau dann Brandis

Am Samstag heisst der nächste Gegner von Zuchu indes vorerst einmal Argovia Stars. «Ein kompakte Mannschaft, die über lange Zeit gewachsen ist und über einige herausragende Einzelspieler verfügt», sagt Zuchwil-Trainer Manfred Reinhard.

Argovia ist eine der Equipen, die sich derzeit als viertplatzierte noch in Sichtweite zu den beiden Spitzenteams aus Lyss und Zuchwil befindet. Ein Sieg gegen Zuchu am Samstag und man ist wieder dran. «Wir dürfen uns auf jeden Fall keine Hänger-Partie leisten», so Reinhard.

Am Mittwoch erwarten die Solothurner dann im Sportzentrum (20.15) im Rahmen des Cups den EHC Brandis. Die Emmentaler haben zuletzt in der MySports League dreimal in Folge verloren; sind jedoch als Vierte immer noch die Besten aus der Zentralschweiz in der NLC.

Brandis war letzte Saison Playoff-Halbfinal-Gegner von Zuchwil. Mit 3:1 Siegen setzte sich die hoch alimentierte Truppe von Präsident Heinz Krähenbühl seinerzeit durch. Wetten, dass das am Mittwoch (20.15 Uhr) trotzdem kein Kindergeburtstag für Brandis im Sportzentrum wird?

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