Frauenfussball

Der WomensCup in zweiter Auflage: Klassiker zwischen der AC Milan und dem PSG zum Auftakt

Szene aus dem letztjährigen Final zwischen dem FC Zürich und dem FC Bayern München.

Szene aus dem letztjährigen Final zwischen dem FC Zürich und dem FC Bayern München.

Auf dem Sportplatz Breite in Hägendorf findet morgen Freitag und am Sonntag der zweite WomensCup statt. Der Schweizer Meister FC Zürich misst sich dabei mit Juventus Turin, der AC Milan sowie Paris Saint-Germain.

«Ich bin positiv gestimmt, dass 2019 der zweite WomensCup stattfinden wird», sagte Gianni Castellano vor ziemlich genau einem Jahr noch etwas vage. Dies war kurz nach der ersten Austragung des Vorbereitungsturniers, welches der FC Bayern München mit einem 5:1-Finalsieg gegen die Frauen des FC Zürich für sich entschied.

Der zweite WomensCup steht nun vor der Tür, morgen geht es los. Das Konzept bleibt das gleiche: vier Teams, Halbfinals am Freitag, Finalspiele am Sonntag. Als Austragungsort dient wiederum der Sportplatz Breite in Hägendorf.

«Wir sind bereit, die Vorfreude ist riesig», blickt Castellano voraus. «Die Organisation ist insgesamt recht reibungslos über die Bühne gegangen.» Es sei vor allem eine logistische Herausforderung: «Die vier Klubs kommen alle heute an und wollen dann auch noch gleich die erste Trainingseinheit absolvieren. Das muss geplant sein.»

«Im Allgemeinen sind die Klubs nicht anspruchsvoll»

Dazu müssen die Klubs ja auch betreut werden. Castellano musste etwa die Essenswünsche mit den Hotels absprechen, in denen die Spielerinnen einquartiert sind. Er versucht, jeden Wunsch zu erfüllen. Das geht aber nicht immer. So müssen die Spielerinnen etwa auf ihre geliebte Trockenfleisch-Spezialität verzichten. So etwas wie Bündnerfleisch, aber halt deutlich mühsamer aufzutreiben. «Im Allgemeinen sind die Klubs gar nicht so anspruchsvoll», gibt Castellano Auskunft, «vor allem Pasta und Poulet stehen auf der Speisekarte.»

Ziemlich verändert präsentiert sich das Teilnehmerfeld des WomensCup. Der Titelverteidiger FC Bayern München sowie Prag und Eindhoven sind nicht mehr dabei. Der Schweizer Meister FC Zürich misst sich dieses Jahr mit Juventus Turin, dem Meister aus Italien, der AC Milan sowie Paris Saint-Germain.

«Es wird wohl schwierig werden, dieses Feld im nächsten Jahr noch zu toppen», freut sich Castellano über das hohe Niveau. «Es sind sehr viele Spielerinnen dabei, die an der Weltmeisterschaft in Frankreich im Einsatz waren. Das grösste Zugpferd ist sicher Juventus Turin.» Dies hätten die vielen Anfragen in den letzten Wochen bewiesen.

Ansehnliche Kulisse, schöne Atmosphäre

Eine Prognose zum Ausgang des Turniers will er nicht abgeben. Er freue sich einfach auf gute Spiele. Los geht es morgen Abend um 17.30 Uhr mit der klingenden Affiche AC Milan gegen Paris Saint-Germain. Im zweiten Halbfinal um 20 Uhr trifft der FC Zürich auf Juventus Turin. Das Spiel um den dritten Platz findet am Sonntag um 11 Uhr statt, das Endspiel um 14 Uhr. Alle vier Klubs bleiben bis Sonntag hier. Nebst den zwei Spielen steht eine Trainingseinheit pro Tag auf dem Programm.

Im vergangenen Jahr wurde das Vorbereitungsturnier auf der Breite von insgesamt 1700 Zuschauern besucht. Eine Marke, die heuer geknackt werden soll. «2500 Zuschauer an beiden Tagen zusammen wäre eine schöne Zahl», sagt Castellano.

Ihm gehe es aber nicht um das Geld, sondern um eine ansehnliche Kulisse: «Wenn wir genug Sponsoren hätten, würden wir gar keinen Eintritt verlangen. Jede Spielerin, sämtliche Helfer und Helferinnen bis zu den Einlaufkindern hätten eine schöne Atmosphäre auf der Breite verdient.»

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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