Obwohl Solothurn Aufsteiger Wahlen/Laufen in die Schranken wies, hinterliess dieser Kantersieg bei den Siegern nicht nur Freude. «Wir haben zu viele Tore erhalten», sagte Jan Tatarinoff, in der ersten Halbzeit im TVS-Tor, trocken. «40 Tore sind in Ordnung, 27 Gegentore jedoch zu viel», unterstützte ihn Trainer Zsolt Toth.

Die Baselbieter waren ein inferiorer Gegner. Dem Tempohandball ihrer Gastgeber konnten sie wenig entgegen setzen. Zu fehlerhaft war ihr Auftritt. Die Hünen Jozsef Toth und Beer im Abwehrzentrum verfehlten ihre Wirkung nicht. Gegen die Offensive und Gegenstösse der Solothurner – im zentralen Rückraum kam Kaech für den nur Defensivarbeit leistenden Jozsef Toth aufs Feld – fanden die Gäste keine Mittel. Der Vorsprung wuchs bis zum 15:5 in der
19. Minute auf zehn Tore an. Mit diesem Polster begann die Konzentration bei den Einheimischen nachzulassen. Die Tordifferenz blieb bestehen.

Solothurn rückt auf Rang 4 vor

Nach dem Seitenwechsel stellte Zsolt Toth immer wieder um. Die Veränderungen wirkten sich auf die Kompaktheit mit einer weniger sattelfesten Abwehr sowie vielen Fehlschüssen aus. Oft wurde für die Galerie gespielt.

Weil Lyss in Visp knapp 22:23 verlor, rücken die Solothurner auf Rang 4 vor. «Nur mathematisch liegt der zweite Platz noch drin», blieb der TVS-Trainer realistisch. Als der Ungar auf die Saison 2010/11 den TV Solothurn übernahm, war es sein Ziel, mit dieser jungen Mannschaft und in dieser Spielzeit um seinen Bruder Jozsef eine «harte» Abwehr zu bilden und sich mit Gegenstössen durchzusetzen. «Darauf bauen wir weiter auf, denn wir haben gezeigt, dass wir alle schlagen können», sagte Toth. Dabei setzt er speziell auf die Flügel Tobias Schürch und Oliver Zimmermann. Obwohl Zimmermann auf der rechten Seite mit 87 Treffern der Team-Topskorer ist, fehlt dem 22-Jährigen noch die Beständigkeit. «Wir müssen seine Tiefs reduzieren, in die er immer wieder fällt», ortet Toth Nachholbedarf.

Dass er die drei mit Doppellizenz mit B-Ligist Grauholz ausgestatteten Alain Blaser, David Riederer und Andri Tatarinoff nicht immer zur Verfügung hat, erachtet der TVS-Trainer nicht als Nachteil. «Auf unser Spiel hat dies keinen Einfluss, wir haben mit ihnen nur mehr spierlerische Möglichkeiten», erklärte Toth.

Gegen die letzten vier Gegner Kleinbasel (10. März), Vikings Liestal (17. März), Birsfelden (24. März) und Visp (25. März) holten die Ambassadoren in der Vorrunde das Punktemaximum. «Platz 4 möchten wir eigentlich schon behalten», sagte Toth – bei einem Saisonziel zwischen Rang 5 und 7.