Fussball

Der vielseitig einsetzbare Sacha Stauffer stand immer in der Startaufstellung

Sacha Stauffer wird demnächst Vater.

Sacha Stauffer wird demnächst Vater.

Sacha Stauffer stand bisher in allen Saisonspielen des FC Solothurn in der Startelf. Von der Innenverteidigung bis zur Sturmspitze wurde er schon eingesetzt.

20 Ernstkämpfe – 19 in der Meisterschaft, einen im Cup – hat der FC Solothurn in der laufenden Saison bestritten. Immer in die Startformation wurde Sacha Stauffer berufen. Von diesen 1800 Minuten stand er während deren 1784 auf dem Feld!

Nur in der Vorrunde gegen Kickers Luzern (80.), Black Stars, Luzern U21 (je 89.) und Bassecourt (86.) wurde der 32-Jährige ausgewechselt. In diesen 99,11 Prozent Spielzeit wurde Stauffer 14-mal fürs offensive Mittelfeld und je 2-mal als Innenverteidiger, zentrales Mittelfeld sowie Sturmspitze, nominiert.

Gegen Baden, Sursee und die Black Stars reihte sich der Allrounder in die Torschützenliste ein. Seit seinem Wechsel von Kantonsrivale Grenchen auf die Saison 2014/15 zu den Rot-Weissen trug der in Rüti bei Büren aufgewachsene und wohnende Stauffer 102-mal deren Trikot. Bisher schmückten 16 Tore seinen Palmarès.

In seinen Stammverein SC Rüti bei Büren trat Stauffer als fünfjähriger Knirps ein. In seiner Juniorenzeit stand plötzlich seine sportliche Karriere auf Messers Schneide. «Einziger Knackpunkt war, als ich als 15-, 16-Jähriger wegen eines starken Wachstumsschubs und Rückenproblemen auf ärztlichen Rat ein Jahr mit Fussball aussetzen musste», erzählt der heutige 1-84-m-Mann.

«Ich war auf dem Sprung zur U18 des FC Solothurn, die damals drei Jahrgänge umfasste und in der ich der Jüngste gewesen wäre», ergänzt Stauffer. Nach dieser Zwangspause spielte er wieder für Rüti in der 1. Mannschaft in der 3. Liga.

Nach Abschluss seiner Lehre als Schreiner und der Rekrutenschule wechselte der Seeländer auf die Rückrunde 2007 zu Grenchen. «Mir wurde ans Herz gelegt, bis zum Ende von Lehre und RS zu warten», ergänzt der Rütemer.

Bei den Uhrenstädtern wurde er Stammspieler und Captain. Auslöser zum Wechsel zu Solothurn war die immer kritischer werdende Lage im FC Grenchen. «Ich habe wohl den letztmöglichen Zeitpunkt erwischt für diesen Wechsel. Bei Solothurn ist alles einfacher, zumal es gut läuft und im Moment perfekt ist.»

Hochzeit und Kind

Für den Vielseiter hat das Hoch mit Trainer und Mannschaft zu tun: «Wir sind zusammengeblieben und reifer geworden.» Da er auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden kann, verlangt es von ihm viel Anpassungsfähigkeit. «Es werden vor dem Spiel zehn Spieler aufgestellt und dort, wo einer fehlt, spiele ich. Diese Umstellungen sind nicht immer einfach, auch wenn innerhalb des Spiels umgestellt wird; bis auf Buochs ist es gut gelaufen», sieht es die Teamstütze.

«Das war ein typisches 0:0-Spiel und das vierte Spiel in zwölf Tagen nach einem vollen Arbeitstag, wobei sie das Tor perfekt gemacht haben», begründet er fehlende Frische und Speed. Entscheidend bleibt, dass die Leaderposition mit dem Ziel Aufstiegsspiele nicht kompromittiert wurden.

Realistisch bleibt der Routinier in der Beurteilung der bisherigen Rückrunde: «Gegen schlechter platzierte Teams ist es schwieriger und war deshalb oft ein Geknorze. Auch wenn das Resultat wie zuletzt in Sursee deutlich ausfällt, konnten wir die Gegner nie an die Wand spielen.

Gerade wenn man solche Spiele gewinnen kann, macht das eine gute Mannschaft aus.» Stauffer erwartet gegen Delsberg ein weiteres «schwieriges Spiel, gegen einen unbequemen, aufsässigen Gegner». Auf den 1. Januar 2017 wechselte er Arbeitsort und fussballerischen Wirkungskreis gleichzeitig.

Seither wirkt er in Laupen bei Bern. «Nach verschiedenen Weiterbildungen bin ich in der Arbeitsvorbereitung im Büro», erzählt Stauffer. Privat wird er Rütemer bleiben: «Wir beginnen jetzt mit dem Bau eines Hauses, denn seit drei Wochen bin ich mit Kerstin verheiratet und in einem Monat kommt unser erstes Kind auf die Welt».

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