In einem richtigen Cup-Fight setzte sich der VBC Gerlafingen am Sonntag im Cup-Achtelfinal gegen den Erstligisten Muri Bern durch. Die Gerlafingerinnen gewannen den ersten Durchgang mit 27:25, die Sätze zwei und drei gingen jeweils mit 26:24 an die Hauptstädterinnen. «Wir führten im dritten Satz mit 17:10 und mussten ihn trotzdem abgeben», blickt Trainer Christian Ruff zurück.

Bis zum 1:2-Satzrückstand schonte er ein paar Stammspielerinnen, allen voran Captain Lisa Steffen. In Bestbesetzung liefs den Gerlafingerinnen klar besser. Sie glichen das Spiel dank eines 25:12-Satzgewinns wieder aus und setzten sich schliesslich im Tiebreak mit 15:13 durch. «Spätestens ab dem vierten Satz waren wir überlegen, hatten aber immer noch unsere Löcher im Spiel», lautet das Fazit von Trainer Ruff.

«Ein guter Gegner, das macht Spass»

Nun freut man sich beim VBC Gerlafingen über das Losglück. Der Viertelfinal-Gegner Aesch Pfeffingen gewann in der NLA in der laufenden Saison 12 von 13 Spielen und liegt zwei Punkte vor Volley Düdingen auf dem Spitzenplatz. «Ein guter Gegner, das macht Spass», kommentiert Christian Ruff die Auslosung und blickt voraus: «Ich bin gespannt, wie viele Punkte wir machen werden.»

Der Unterschied von der NLA zur NLB sei sehr gross. «Wir müssen schauen, dass es nach den ersten zwei Sätzen eine zehnminütige Pause gibt, damit die Festwirtschaft auch ein bisschen profitiert und wir die Schiedsrichterkosten abdecken können», scherzt Ruff. Er traf während seiner Trainerlaufbahn schon zweimal mit NLB-Teams auf Oberklassige und weiss: «Je nachdem wie ernst der NLA-Klub das Cup-Spiel nimmt, können solche Kräftemessen sehr schnell vorbei sein.»

In der Liga zurückgebunden

In der NLB erlitten die Gerlafingerinnen am Wochenende einen Dämpfer. Sie verloren am zweitletzten Spieltag in Münchenbuchsee mit 0:3 und fielen auf den siebten Platz zurück. Um doch noch unter die besten vier Teams und damit in die Finalrunde zu kommen, müsste am kommenden Wochenende alles für die Wasserämterinnen laufen. «Unsere Chancen sind vielleicht noch bei 2,5 Prozent», meint Ruff und rechnet: «Wenn Schönenwerd seine beiden Spiele gewinnt, könnte es noch reichen.»

Wichtig sei aber vor allem, dass sein Team das letzte Spiel am Sonntag zu Hause gegen den sechstplatzierten VBC Visp gewinnt. «Dann könnten wir mehr Punkte in die Abstiegsrunde mitnehmen als sie und sicher vor ihnen starten.» Gerlafingen müsste in der Abstiegsrunde gegen die schwächer eingestuften Teams aus der Ostgruppe ran.