Es wurde im Vorfeld wieder viel gemunkelt, gerätselt und spekuliert. Wer kommt denn nun nach Grenchen? Mannschaften aus Deutschland, England – und gibt es wie so oft eine Überraschung? Das OK-Team um den Neo-Präsidenten Roger Rossier gab sich lange bedeckt, ehe es mit Basel, GC, Fortuna Düsseldorf und Roter Stern Belgrad das diesjährige Teilnehmerfeld präsentierte. Während die Teilnahme von Stammgast und Uhrencup-Rekordsieger (12 Titel) Basel und von YB-Ersatz GC zu erwarten war, sorgte das OK mit Fortuna Düsseldorf und Roter Stern Belgrad für zwei Überraschungs-Gäste. Eine Woche vor der Eröffnungspartie am kommenden Freitag stellt Roger Rossier die vier Teams aus seiner Sicht vor und sagt, worauf er sich jeweils am meisten freut.

FC Basel: «Der Uhrencup ist auch dank dem FCB gross geworden. Mittlerweile kennt die Mannschaft das Turnier und dessen Vorzüge bestens. Entsprechend kamen wir auch diesmal schnell auf einen gemeinsamen Nenner. Für die Basler gilt das Turnier als optimale Vorbereitung auf die Saison, die ja eine Woche später beginnt. Ich bin gespannt, mit welchem Kader der FCB auflaufen wird. Kommen neue Spieler? Gibt es Abgänge? Gut möglich, dass die Basler bereits die Mannschaft präsentieren werden, mit der sie dann auch zum Meisterschaftsstart spielen wollen.»

GC: «Traditionell nimmt YB als zweiter Schweizer Verein am Uhrencup teil. In diesem Jahr stehen die Berner aber bei einem anderen Turnier im Einsatz. Unsere Wahl für das andere nationale Team fiel schnell auf die Grasshoppers. Dies, weil wir uns mit der Philosophie gut identifizieren können. Wie bei GC fand auch bei uns in den letzten Monaten ein Umbruch statt. Deswegen mögen wir dieses junge, dynamische und moderne Auftreten des Rekordmeisters. Ich bin gespannt, wie Johan Vonlanthen nach der langen Absenz wieder Fuss fassen kann. Dass die Zürcher trotz der Verpflichtung von Neu-Trainer Michael Skibbe weiter in Grenchen mit an Bord sind, spricht für sich – und ist keinesfalls selbstverständlich.»

Fortuna Düsseldorf: «Der deutsche Markt ist für uns Schweizer natürlich immer interessant. Wir standen mit mehreren Bundesliga-Klubs in Kontakt. Vor allem mit Teams wie Gladbach oder Hertha Berlin, die in irgendeiner Form einen Bezug zur Schweiz haben. Wichtig war uns aber auch, dass wir ein Team verpflichten konnten, welches noch nie in Grenchen zu Gast war. Letztlich fiel die Wahl auf Düsseldorf, welches überregionalen Kult- und Traditionsstatus geniesst. Schade, dass die Mannschaft am letzten Spieltag noch abgestiegen ist. Aber mit Mike Büskens konnte die Fortuna eine schillernde Figur des deutschen Fussballs als neuen Trainer verpflichten. Lange in der engeren Auswahl stand auch St. Pauli aus der 2. Bundesliga – ebenfalls wegen der langjährigen Tradition.»

Roter Stern Belgrad: «Mit dem neu formierten OK wollten wir ein Stück weit auch neue Wege gehen. Also richteten wir unseren Blick erstmals nach Osten aus. Mit Roter Stern Belgrad konnten wir eine Mannschaft engagieren, die sich auch bei uns einen festen Namen gemacht hat. Nach turbulenten, finanziell schwierigen Jahren befindet sich Belgrad, ähnlich wie GC in der letzten Saison, im Umbruch. Man setzt auf junge Spieler, gilt als serbische Talentschmiede. Mit dem 2. Platz zum Ende der Saison konnte man wieder ein Ausrufezeichen setzen. Nach der Verpflichtung des Traditionsklubs gab es auch kritische Stimmen, vor allem bezüglich Ausschreitungen durch mitgereiste Fans. Wir machen uns da aber überhaupt keine Sorgen. Ausserdem leben in Grenchen viele Menschen mit serbischer Herkunft. Der Uhrencup soll auch ein gesellschaftliches Erlebnis für die Stadt sein.»