Handball
Der TV Solothurn wartet weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis

Die NLB-Handballer vom TV Solothurn schaffen auch im dritten Spiel den Exploit nicht und verlieren 23:37 gegen den RTV Basel. Das Warten auf den ersten Punktegewinn geht weiter.

Oliver Winistörfer
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Michael Wassmer schiesst fliegend ein tolles Tor. Die Basler Abwehr kann nur noch staunen.

Michael Wassmer schiesst fliegend ein tolles Tor. Die Basler Abwehr kann nur noch staunen.

GERRY FREI

Nach zwei Startniederlagen gegen Endingen und Suhr Aarau war der TV Solothurn im ersten Heimspiel der Saison bereits wieder unter Zugzwang. Mit dem Absteiger in die NLB aus Basel wartete aber ein weiterer starker Gegner auf das Team von Trainer Zsolt Toth. Die Solothurner liessen sich davon anfangs nicht beeindrucken, auch wenn sich Fehler ins Spiel einschlichen. Nicht einmal eine Zweiminutenstrafe gegen Alain Blaser bremste die Gastgeber aus. Als der Basler Vukelic das 10:8 erzielte, erfolgte aber dann ein Bruch. Es schlichen sich nun noch mehr unnötige Fehler ins Offensivspiel der Gastgeber ein.

Das Spiel war oft nicht optimal getimt. Diese Schwächen nutzten die Basler eiskalt aus und bauten gleich auf 12:8 aus. Trainer Zsolt Toth sah sich gezwungen zu handeln. Er nahm Torhüter Jan Tatarinoff, welcher dieses Mal nicht überragend hielt, aus dem Spiel und versuchte so einen Ruck durch die Mannschaft zu erzwingen. Dieser kam aber nicht. Sandro Sieber konnte mit seinen Treffern den Schaden zwar einigermassen in Grenzen halten und so hiess es zur Pause «nur» 13:18 aus der Sicht der Solothurner. Eine Steigerung musste her.

Kampf gegen den eigenen Frust

Die Startphase der zweiten Halbzeit verlief ebenfalls harzig. So überstanden die Gastgeber zwar eine Unterzahl mit nur einem Gegentreffer, konnten aber in der Folge die Basler Defensive nicht überwinden und verloren sich in Zuspielen im Rückraum. Der Rückstand wuchs als Konsequenz auf ein deutliches 14:21 an und die Hoffnung auf das Comeback schwand. Die Solothurner kämpften nun immer mehr gegen den eigenen Frust als gegen die Basler Kontrahenten.

So hiess es nach etwas mehr als 45 Minuten bereits 28:17 für die Rheinstädter. Die Solothurner fanden keine Antwort mehr, obwohl die Basler nicht mehr die erste Garde aufs Feld schickten, und mussten das Spiel schlussendlich deutlich mit 23:37 verloren geben.

Siege müssen her

Nach dem Spiel blieb den Ambassadoren-Städtern nur eine nüchterne Bilanz zu ziehen. «Wir haben heute körperlich einfach zu wenig gemacht und wiesen in der Defensive zu viele Lücken auf. Wir müssen in der Offensive technische Fehler vermeiden, denn diese werden auf dieser Stufe genutzt», meinte Sandro Sieber, Toptorschütze des Spiels für die Solothurner, nach der Partie.

Auch Trainer Zsolt Toth zeigte sich gar nicht zufrieden mit der Leistung: «Ich arbeite nun seit vier Jahren mit dieser Mannschaft und habe heute Fehler gesehen, die ich ihnen schon lange predige nicht zu begehen.» Nun geht es am kommenden Freitag zum ebenfalls noch punktlosen Baden. Ein Sieg ist also Pflicht, wenn man nicht bereits früh einen Rückschlag erleben will in der Mission Ligaerhalt. Für den Headcoach der Solothurner steht nun fest, was für die kommenden Spielen unumgänglich sein wird: «Ich brauche einfach mehr Spieler, denn so kann ich nicht intervenieren während dem Spiel. Uns fehlen im Rückraum noch Leute. Das müssen wir so schnell wie möglich ändern.»

TV Solothurn - RTV Basel 23:37 (13:18)

CIS, Solothurn. - 150 Zuschauer. - SR Christinet; Makhlouf.

TV Solothurn: Tatarinoff; Adam, Beer (3), Wassmer (2), Zimmermann (1), Kaech, Althaus (4), Probst (2), Sieber (8), Blaser (3), J. Toth.

RTV Basel: Stauber; Hylken (4), Stamenov (1), Ebi (6), Langhein (1), Wessner (2), Basler, Martinez, Vukelic (9), Golubovic (5), Todorovic (3), Falkman (6)

Bemerkungen: Strafen: 6x2min TV Solothurn, 3x2min RTV Basel.